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Texanische Post-Hardcore Legenden kommen mit neuem Album ›in ● ter a ● li ● a‹ (05.05.17) zurück

Auf die ersten, nicht weniger als spektakulären Live-Shows der wiedervereinten At The Drive In folgte im vergangenen Jahr mit der Single ›Governed By Contagions‹ das erste neue musikalische Lebenszeichen seit 15 Jahren. Plus die Ankündigung der Veröffentlichung neuen Materials! Endlich ist es nun soweit: At The Drive In kündigen für Anfang Mai 2017 ihr lang erwartetes neues Album ›in ● ter a ● li ● a‹ (Lateinisch für »unter anderem«) an.

Begleitet wird diese Ankündigung mit dem YouTube-Release des zweiten Album-Tracks ›Incurably Innocent‹, laut Cedric Bixler-Zavala einem Song über sexuellen Missbrauch und die Fähigkeit, endlich darüber sprechen zu können. Der Track eröffnet eine weitere Facette des 11 Songs und 41 Minuten langen neuen Werks, das von Gitarrist Omar Rodriguez-Lopez gemeinsam mit Rich Costey im Sound Factory Studio in Hollywood produziert wurde. ›in ● ter a ● li ● a‹ knüpH da an, wo das weltweit gefeierte MeiIerwerk ›Relationship Of Command‹ aufgehört hat – um doch in eine Myriade neuer Flugbahnen zu schießen, die gleichermaßen unvorhersehbar wie intensiv sind.

Wer die hochexplosiven Live Konzerte im vergangenen Jahr gesehen hat, weiß, dass hier alles andere als eine Nostalgie Revival-Show geboten wurde, sondern eine Band mit wieder entfachtem Furor, die nichts an ihrer sprichwörtlich legendären Intensität eingebüßt hat und der es nun gelungen ist, diese Energie auch im Studio festzuhalten. Cedric Bixler-Zavala (voc), Omar Rodriguez-Lopez (git), Paul Hinojos (b), Tony Haijar (dr) und Keeley Davis (git) können ihr bandtypisch kontrolliertes Chaos aus Punk, Alternative, Post- Hardcore und Rock inzwischen durch die Linse der über die Jahre hinzu gewonnenen Erfahrung betrachten und die kollektive Lebensweisheit in die neuen Songs einfließen lassen.
Was die Herangehensweise betrifft, sah die Band sich durch viele Gespräche und disziplinierte Jam Sessions in einem angemieteten gemeinsamen Proberaum durchaus an ihre Anfänge erinnert – allerdings mit dem großen Unterschied eines deutlich verbesserten Verständnisses füreinander und größeren Respekt für die Talente des Einzelnen, da alle inzwischen eigene Familien haben.

Das Album selbst ist ein Schnappschuss des aktuellen Zeitgeschehens und erklärt dadurch die Unausweichlichkeit der Herangehensweise der Band, die Kaputtheit der Welt einerseits zu akzeptieren, aber statt sich in den Trauermarsch einzureihen, zu versuchen, den Hörer wachzurütteln und die Frage »Was könnte Dein Beitrag zur Verbesserung sein?« zu stellen, und darauf aufmerksam zu machen, dass die jüngere Generation die Fehler der Älteren nicht wiederholen muss und sollte.
At The Drive In sind nach 16 Jahren wieder voll da und tun, was sie am besten können – sämtliche Regeln neu zu definieren.
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