Titanic - Bad Hersfelder Festspiele - Tickets

Titanic - Bad Hersfelder Festspiele Tickets
18. August 2017 - 20. August 2017
Vorab sollte man sagen: das Musical ist vor dem Film TITANIC entstanden und erzählt anders als der Kinofilm nicht die Geschichte eines Paares, sondern viele Schicksale.

TITANIC, das Musical beginnt mit der Abfahrt des Schiffes. Man erlebt, wie Kapitän vom Reeder zu immer größerer Eile angetrieben wird, man lernt Passagiere aus der ersten, zweiten und dritten Klasse kennen, ist dabei, wenn der Heizer seiner Braut an Land einen Heiratsantrag über Funk macht, freut sich mit Konstrukteur Andrews über das gewaltige Schiff und erlebt die Kollision mit dem Eisberg ...

An Bord sind Menschen aller gesellschaftlichen Gruppe, von Millionären, die eine Luxusreise gebucht haben bis hin zu armen Auswanderern, die ihr Glück auf einem anderen Kontinent suchen wollen. Da ist zum Beispiel Alice Beane, eine Passagierin der zweiten Klasse. Sie träumt von einem anderen Leben und mischt sich gerne auf verbotenem Weg unter die High Society. Bruce Ismay, der Besitzer des Schiffes möchte früher als geplant in New York ankommen und hofft auf Schlagzeilen für seine Firma. Kapitän E.J. Smith und Konstrukteur Thomas Andrews mahnen zur Vorsicht. Heizer Barrett ahnt, dass die Titanic zu viel Fahrt aufgenommen hat. Kate McGowan und Jim Farrell verlieben sich ...

Sie alle gehen mit großen Erwartungen und Hoffnungen an Bord, sie alle glauben an den Fortschritt und die moderne Technik. Das Musical erzählt ihre Geschichten und die Unterschiede zwischen den Klassen. Bis Schiffskonstrukteur Andrews zum Schluss singt: „In der Katastrophe sind dann alle gleich.“ Angesichts des Todes werden alle Klassengegensätze aufgehoben.

Die meisten Personen im Musical haben wirklich existiert, darunter Kapitän E.J. Smith, J. Bruce Ismay (Direktor der White Star Line), Konstrukteur Thomas Andrews, Heizer Barrett, Funker Harold Bride, das Ehepaar Strauss (Mitinhaber der Kaufhauskette Macy’s ), Hotelbesitzer J.J. Astor (er soll gesagt haben „Es ist wahr, ich habe Eis für meinen Drink bestellt, aber das ist wirklich übertrieben.“) oder Benjamin Guggenheim. Einige Rollen wurden aus dramaturgischen Gründen zugefügt, aber nach Berichten überlebender Passagiere und Besatzungsmitglieder (zum Beispiel in dem Buch: DIE LETZTE NACHT DER TITANIC: AUGENZEUGEN ERZÄHLEN von Walter Lord).

Fast 40 Rollen hatte der renommierte Musicalregisseur Stefan Huber für das Ensemble-Musical TITANIC zu besetzen und freut sich über die gelungene Mischung: „Wir haben das große Glück, in Bad Hersfeld ein schauspielerisch und gesanglich hochkarätiges Musicalensemble versammeln zu können, in dem zahlreiche gestandene Persönlichkeiten, erfolgreiche Protagonisten und verheißungsvolle Newcomer des Genres in spannenden Spiel-Szenen, berührenden Songs, Duetten, Tanzszenen sowie monumentalen Tableaus aufeinander treffen.“ Alle Ensemblemitglieder haben sich bereits einen Namen gemacht und alle bringen viel Musical-Erfahrung mit: „Unser Ältester ist 73 und unser Jüngster Mitte 20. Das entspricht dem, was mir vorschwebt für dieses Stück, das auch ein Sinnbild für die Gesellschaft ist“, so Stefan Huber weiter.

Unter ihnen so renommierte Darstellerinnen und Darsteller wie Michael Flöth als Captain E.J. Smith, Frank Winkels als Reeder J. Bruce Ismay, Alen Hodzovic als Schiffs-Konstrukteur Thomas Adrews , David Arnsperger als Heizer Frederick Barrett, Andreas Bongard als der Funker Harold Bride, Mathias Schlung als Steward der 1. Klasse, Kristin Hölck und Rolf Sommer als das Ehepaar Beane, Christine Rothacker und Uwe Dreves als das Ehepaar Strauss – um nur einige zu nennen.

TITANIC ist großes Musiktheater von mitreißenden Solonummern bis hin zu bombastischen Ensemblestücken. Auch TITANIC wird wie alle Musicals in Bad Hersfeld von einem großartigen Orchester unter der Leitung von Christoph Wohlleben live begleitet. Für die Choreografie wurde erneut Melissa King gewonnen.

Stefan Huber ist einer der renommiertesten Regisseure im deutschsprachigen Raum und kennt die Stiftsruine in Bad Hersfeld gut. Er inszenierte hier zuletzt ANATEVKA. Für ihn passt das Musical TITANIC perfekt in das monumentale Gebäude. „TITANIC in solch einem archaischen Raum, in einem untergegangenen Kirchenschiff, wie es die Stiftsruine ist, zu spielen, macht für mich durchaus Sinn. Denn die TITANIC ist ja auch eine Metapher. Es gibt im Stück den wunderbaren Prolog, in dem Thomas Andrews, der Schiffskonstrukteur, davon singt, welche Wunder und Werke die Menschheit zu bauen versucht. Er nennt u.a. den Petersdom oder spricht von einer gotischen Kuppel. Wenn man dann bedenkt, dass die Stiftsruine die größte romanische Ruine nördlich der Alpen ist, handelt es sich hierbei auch um ein Kunst- oder Meisterwerk der damaligen Zeit, in der man versucht hat, möglichst groß zu bauen.“

Als die Titanic am 10. April 1912 den Hafen von Southampton zu ihrer Jungfernfahrt nach New York verlässt, gilt sie als das größte und sicherste Passagierschiff der Welt. Vier Tage später kollidiert sie mit einem Eisberg und reißt bei ihrem Untergang knapp 1.500 Menschen in den Tod. Noch 105 Jahre nach dem Ablegen des Ozean-Riesen in Southampton lebt der Titanic-Mythos in Büchern, Filmen und dem grandiosen Musical weiter.
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