Das Rheingold - Deutsche Oper am Rhein - Tickets

Das Rheingold - Deutsche Oper Am Rhein Tickets
16. Dezember 2017 - 21. Dezember 2017
Richard Wagners (1813–1883) „Ring des Nibelungen“ ist eines der großen Dramen seiner Gegenwart. Die fortschreitende Industrialisierung und das aufstrebende Bürgertum spielen in seine Entstehung ebenso mit hinein wie innen- und außenpolitische Machtkämpfe und erste imperiale Gesellschaftskrisen.

Im „Rheingold“ stellt Richard Wagner bereits die Grundpfeiler auf, worauf sein „Ring des Nibelungen“ ruht: Macht und Herrschaft und – im Widerspruch dazu – Vertrauen und Liebe. Die Entscheidung für ersteres manifestiert sich im Liebesfluch Alberichs, der der Liebe entsagt, um damit das Rheingold zu erringen. Doch auch die Götter, allen voran Wotan, haben sich bereits für Geld und Macht und gegen Mitgefühl und Empathie entschieden. Die Klage der Rheintöchter ist für sie irrelevant. Der Natur wieder zu ihrem Recht zu verhelfen, kommt nicht in Frage: Es geht nur um Machterhalt und Besitzsteigerung. Göttervater Wotan verstößt gegen seine eigene Weltordnung, um den Bau Walhalls zu realisieren. Einst hatte er den Baumeistern Fafner und Fasolt die Göttin Freia, welche das Geheimnis der ewigen Jugend hütet, zur Ehe versprochen. Doch damit gefährdete er die Unsterblichkeit der Götter. Um den Vertrag einhalten zu können, rät ihm Loge, den Riesen als Ersatz das Gold anzubieten, das Alberich den Rheintöchtern raubte. Listreich entreißen sie ihm das Gold und können Freia freikaufen. Doch Alberich verflucht den goldenen Ring, den er sich schmiedete. Sofort fordert der Fluch ein erstes Opfer: Fafner erschlägt seinen Bruder. Wotan, der zuvor von Urmutter Erda gewarnt wurde, bekommt einen Vorgeschmack der aufdämmernden Gefahr. Wenn die Götter am Ende des Vorabends zum „Ring des Nibelungen“ feierlich in Walhall einziehen, ist ihr Untergang bereits unvermeidbar: „Das Unrecht, das sie verfolgen, haftet an ihnen selber“, schreibt Wagner in seinem Prosaentwurf und lässt Loge resümieren: „Ihrem Ende nun eilen sie zu / die so stark im Bestehen sich wähnen.“ – Am Ende des „Rheingold“ schimmert bereits die „Götterdämmerung“ auf.

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