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In Flames: Raw Modern-Metal Power
Zwölftes Album „Battles“ unlängst erschienen
Erste „Special Shows“ zur neuen Platte


Mehr Intensität geht nicht: Die schwedischen Überflieger In Flames kamen, nachdem sie sich zuletzt erstmals seit zwei Jahrzehnten eine Auszeit zugestanden, im September 2014 mit ihrem neuen, insgesamt elften Album „Siren Charms“ mit altbekannter Wucht zurück. Top Ten-Platzierungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, Top 30 in den USA sowie die Spitzenposition der Charts in ihrer Heimat Schweden belegten, dass In Flames nichts von ihrer Dringlichkeit verloren haben. Gleich im Anschluss an ihre umjubelte Welttournee nahmen sie ihr zwölftes Album „Battles“ auf, das unlängst erschien und u.a. beim Metal Hammer zum Album des Monats gekürt wurde. Zwischen dem 22. und 26. März kommt die Band zu vier Special-Shows in besonderen Spielstätten nach Deutschland, um die Songs von „Battles“ erstmals live vorzustellen. Die Stationen sind Berlin, Bochum, Offenbach und München.

Seit über zwei Jahrzehnten überzeugt die ursprünglich im Melodic Death Metal angesiedelte, mittlerweile stärker dem Modern Metal zuzurechnende Band In Flames mit einer kreativen Konstanz, die beeindruckt. Ständig entwickeln sich die Schweden weiter, öffnen sich für neue Genres und Einflüsse. Diese so mutigen wie unvorhersehbaren Entwicklungen demonstrieren ihre zwölf bislang veröffentlichten Alben, von denen sie weltweit über drei Millionen Einheiten verkaufen konnten. Dabei wächst ihr internationaler Ruf stetig: Ihr zehntes Werk „Sounds of a Playground Fading“ erwies sich international als ihr erfolgreichstes, stieg erstmals bis an die Spitze der deutschen Charts, notierte in den Top Ten Schwedens, Finnlands und Österreichs und konnte auch in England und den USA auf beachtliche Chart-Erfolge blicken. Damit verortet sich die Band trotz ihres progressiven Ansatzes zusehends auch im Mainstream und sensibilisiert immer mehr Menschen für die Klasse und Qualität ihres ausgezeichneten Metal-Sounds.

Die Anfänge von In Flames gehen zurück auf das Jahr 1990. Damals fühlte sich der Sänger, Schlagzeuger und Gitarrist Jesper Strömblad nicht mehr wohl mit dem Sound seiner angestammten Band Ceremonial Oath und gründete zusammen mit Bassist Johann Larsson und Gitarrist Glenn Ljungström In Flames. Nach ersten Demos erschien 1994 das Debütalbum „Lunar Strain“, das einzige Album in Urbesetzung. Denn bereits zum Nachfolger „The Jester Race“ zeichnete sich etwas ab, das In Flames bis heute in Bewegung hält: stetige Besetzungswechsel brachten immer wieder neue Sound-Ansätze in die Band. So entwickelte sich ihr Klang früh weg vom ursprünglichen Melodic Death Metal, um auch mit anderen Metal-Genres zu experimentieren. Dies zeigt sich insbesondere am Gesang, der von gutturalen Growls über markerschütternde Screams bis zum melodischen Klargesang jede Facette umfasst.

Mittlerweile ist von den Gründungsmitgliedern keiner mehr dabei; die Kreativität der Band wird vielmehr bestimmt von dem 1995 zunächst als Schlagzeuger, später als Gitarrist hinzu genommenen Björn Gelotte sowie dem ebenfalls 1995 eingestiegenen Gitarristen und Sänger Anders Fridén. Der schon lange mit Depressionen und Alkoholsucht kämpfende Frontmann Jesper Strömblad verließ In Flames 2010, um seine Genesung voranzutreiben und „seine inneren Dämonen endgültig zu besiegen“. Seither nimmt Gitarrist Niclas Engelin seine Rolle ein, zur Besetzung gehören außerdem noch Bassist Peter Iwers und seit 2016 der neue Drummer Joe Rickard.

Nach einer internen Neustrukturierung sowie der ersten, offiziellen Auszeit der Band seit 20 Jahren stand im September 2014 mit dem 11. Album „Siren Charms“ das nächste Ereignis an. Durch den Erfolg der Platte können In Flames mittlerweile auf weltweit ausverkaufte Arenashows blicken, wie auch die Tournee zum letzten Album bewies. Direkt nach Beendigung der Tour ging die Band Anfang 2016 erneut ins Studio, um „Battles“ aufzunehmen. Erneut ist es ihnen mit diesem Werk gelungen, ein Meilenstein ihres Genres zu kreieren: In vielen Fachgazetten, darunter im Metal Hammer und Metal Injection, wurde die Platte zum „Album des Monats“ gekürt.
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In Flames – Vita

Schweden ist das Ursprungsland vieler bekannter Metal-Bands, so dass es kaum verwunderlich ist, dass In Flames, eine der erfolgreichsten Metal-Bands, von dort kommt. Im Jahr 1990 gegründet, ist die Band heute auf der ganzen Welt bekannt. - Herkunft: Göteborg, Schweden - Preise: Grammis-Musikpreis (mehrfach ausgezeichnet) - Genre: Melodic Death Metal.

Die Besetzung

Als Jesper Strömblad In Flames 1990 in Göteborg gründet, fehlt der Band zunächst ein Sänger. Dies wird zu einem Problem, als die Gruppe, damals bestehend aus Strömblad sowie Gitarristen Glenn Ljungström und Bassisten Johan Larsson, ihren ersten Plattenvertrag erhält. Für die Aufnahmen zum ersten Album holen sich In Flames daraufhin mit Mikael Stanne von der Band Dark Tranquillity einen Gastsänger ins Boot. Bis 1995 greifen In Flames auf Gastmusiker zurück, um neben dem Sänger beispielsweise auch die Stelle des Schlagzeugers zu ersetzen. Im Vorfeld der Aufnahmen zum zweiten Album The Jester Race hat die Band genug von den wechselnden Mitgliedern. Mit Anders Fridén wird die Stelle des Sängers erstmals langfristig vergeben. Dazu stößt mit Björn Gelotte auch ein fester Schlagzeuger zu In Flames.

Weltweite Charterfolge

Während die ersten beiden Album keine großen Charterfolge sind, können die folgenden Veröffentlichungen in Deutschland bessere Ergebnisse erzielen. Im Jahr 2006 gelingt In Flames erstmals der Sprung in die deutschen Top Ten. Das insgesamt achte Album der Band, Come Clarity, schafft es bis auf Platz sechs der Charts. Die gleiche Platzierung steht zwei Jahre später auch für A Sense of Purpose zu Buche. Doch hat die Band damit noch nicht genug. Das Album Sounds of a Playground Fading (2011) stellt alle vorherigen Veröffentlichungen der Band in den Schatten und springt auf die Spitzenposition. Ähnlich erfolgreich ist die Band zudem in Ländern wie Schweden, Österreich oder der Schweiz. Bis heute haben In Flames über 2,5 Millionen Alben verkauft.

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