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Anne Frank Ballett
Anne Frank ist ein junges Mädchen im Aufbruch, auf der Suche nach ihrer eigenen Identität. Durch die deutsche Invasion in den Niederlanden endet der Traum von einem normalen Leben für die jüdische Familie Frank. 1942 bezieht sie ihr Hinterhausversteck in Amsterdam. Anne flüchtet aus der Beengtheit des Zufluchtsortes, indem sie Tagebuch schreibt, immer in dem Wunsch, es nach dem Krieg zu veröffentlichen. Ihr Traum ist es, Schriftstellerin und Journalistin zu werden. Doch sie stirbt 15-jährig im Konzentrationslager. Ihr Tagebuch ist heute eines der wichtigsten Zeugnisse des Holocaust und steht exemplarisch für den Völkermord an den Juden und berührt weltweit. Die Lektüre ist für viele junge Menschen die erste Beschäftigung mit der Zeit des Nationalsozialismus. Den Choreografen interessiert über ihre Biografie hinaus, was es für Menschen bedeutet, wenn sie aus ihrer Normalität gerissen werden, weil die Welt um sie herum immer brutaler wird. Denn während das Mädchen Anne Frank in ihrem Versteck zur jungen Frau wird, findet in Europa die größte Flüchtlingsbewegung des 20. Jahrhunderts statt.

Reginaldo Oliveira ist seit 2006 Mitglied des STAATSBALLETTS KARLSRUHE. 2010 zeigte er bei Choreografen stellen sich vor seine erste Choreografie Attempt, der weitere folgten. Für Mythos entstand 2014 als Auftragsarbeit Der Fall M. Sein erstes abendfüllendes Ballett ist Anne Frank.

MUSIK: Dmitri Schostakowitsch u. a.
CHOREOGRAFIE: Reginaldo Oliveira
BÜHNE: Sebastian Hannak
KOSTÜME: Judith Adam
DRAMATURGIE: Silke Meier THEATERPÄDAGOGIK Sarah Modeß
Die Große Johann Strauß Gala - Operetten-Gala mit Solisten, Ballett & Orchester
Kein anderer Dirigent der Unterhaltungsmusik verstand es mit seinem kompositorischen Können und seinem unerschöpflichen melodischen Einfallsreichtum, derart viele weltbekannte Walzer, Märsche, Mazurken und Polkas zu komponieren.

Johann Strauß wurde am 25. Oktober 1825 als erster Sohn des bekannten Musikers gleichen namens in Wien geboren. Als sein Vater 1849 starb, übernahm er dessen Orchester. Mit seinen eigenen Kompositionen wurde er in kurzer Zeit berühmt und auch von vielen großen Komponisten geschätzt.

Johann Strauß komponierte insgesamt 16 Operetten, darunter u. a. "Indigo und die vierzig Räuber" (oder "Tausend und eine Nacht" - 1871), "Die Fledermaus" (1874), "Eine Nacht in Venedig" (1883), "Der Zigeunerbaron" (1885) und "Wiener Blut" (1899). Weiterhin komponierte er noch 497 Werke, welche zum größten Teil Weltruhm erlangten.

Auch 100 Jahre nach seinem Tod fasziniert der Walzerkönig immer noch mit seinen unvergesslichen Melodien. Ein paar Takte genügen, und schon hellt sich die Stimmung auf. Man möchte singen und ist einfach hingerissen von den unvergesslichen Melodien. Genau das tun die Mitglieder des Rundfunk Sinfonie Orchester Prag mit ihrem Können, kraftvoller Anmut und romantischer Gefühlsseligkeit. Sie entfesseln einen wahren Walzerrausch auf der Bühne.

Zusammen mit wechselnden international bekannten Solisten, zwei Sopranistinnen, einem Tenor und dem Johann Strauss Ballett wird die schier überschäumende Melodienfülle der Strauß-Familie wieder lebendig.

Aus der Fülle der Werke hat das Ensemble die schönsten Stücke ausgewählt und zu einem Ganzen gefügt. Zum Repertoire gehören Titel wie der "Kaiser Walzer", "Wer uns getraut", "Komm in die Gondel", "Brüderlein und Schwesterlein", "An der schönen blauen Donau", die "Tritsch-Tratsch Polka" und selbstverständlich der "Radetsky-Marsch".

Musik, Tanz und Gesang werden zu einem Bühnenereignis, das Ohren und Augen anspricht. Die unsterblichen Operetten werden so aufgeführt, wie Johann Strauß selber es sich gewünscht hätte: als Rausch farbenprächtiger Kostüme, erstklassiger Stimmen und mitreißender Melodien als Fest der Sinne!
Die Große Gala-Nacht der Operette
Die Große Gala-Nacht der Operette
Die Ära der beliebtesten Operettenmelodien!
Ein internationales Starensemble mit Solisten, Ballett und dem Golden Star Orchester.
Große Stimmen, prachtvolle Kostüme und traumhafte Tanzszenen erwarten Sie zur „Großen Gala-Nacht der Operette“.

Es ist schon etwas ganz Besonderes, wenn Melodien, die vor vielen Jahrzehnten erschaffen wurden, heute immer noch in Konzertsälen tausende Besucher begeistern, so wie einst die Kompositionen eines Johann Strauß, Franz Lehar, Emmerich Kalman, J. Offenbach in einem wahren Siegeszug durch alle großen Theater Europas Millionen Operettenliebhaber verzauberten. Die Operette lebt wie eh und je und erfüllt immer noch Sehnsucht nach großen Gefühlen und vielleicht auch ein Stück Traumwelt.

„Die Große Gala-Nacht der Operette“ entführt mit hervorragenden Solisten, Ballett und dem Golden Star Orchester das Publikum in die Welt der ewig jungen Operette.

Eine musikalische Reise zu Liebeslist und Liebeszwist, zu Grafen und verliebten Paaren mit stetigem Happy End. Gute zwei Stunden triumphiert die heile Welt der Operettenbühne über jede Alltagssorge. Große Stimmen begeistern in ihrer ganzen Meisterschaft, das Ballett verzaubert mit prachtvollen Kostümen und traumhaften Choreografien.

Das Orchester, auf der Bühne musizierend, lädt ein zu einem Ausflug zu den Klassikern der Operette aus Film und Bühne wie unter anderem:
IM WEISSEN RÖSSEL - GRÄFIN MARIZA, DER BETTELSTUDENT, VETTER AUS DINGSDA, DIE BLUME VON HAWAI, MASKE IN BLAU, GASPARONE. Es erklingen Melodien wie OB BLOND, OB BRAUN-ICH LIEBE ALLE FRAUN, ZWEI HERZEN IM DREIVIERTELTAKT, NUR NICHT AUS LIEBE WEINEN, DAS GIBT’S NUR EINMAL, SCHAU EINER SCHÖNEN FRAU NICHT SO TIEF IN DIE AUGEN, FRÜHLING IN SAN REMO.

Ein Abend großer Gefühle und unvergessener Melodien in einem einzigartigem Rausch brillanter Stimmen, witzigem Spiel und farbiger Träume aus Licht eines bewegten Bühnenbildes.
Die Zauberflöte - Theater Dortmund
Zauberoper, Maschinenstück, Weltanschauungsdrama, Vorstadttheater: Mozarts Zauberflöte eignet sich für viele Schubladen. Die Spitzentöne der Königin der Nacht gelten als Beleg für das Artifizielle der Gattung Oper, ebenso wie der Vogelfänger Papageno für deren Volkstümlichkeit steht. Die Textdichtung wurzelt in der Tradition des Wiener Volkstheaters. Der Librettist Emanuel Schikaneder war ein Theatermann durch und durch, nicht nur als Autor, sondern vor allem auch als Schauspieler, Ausstatter und Direktor des Wiedener Theaters. Geschichten über den Sieg der Liebe waren in Mode, Bühneneffekte und fantastische Welten ein Muss, das Zusammenspiel von komischen und ernsten Elementen gang und gäbe.

Doch Die Zauberflöte geht über eine einfache Märchenoper hinaus. Das liegt nicht nur an den humanistischen Ideen, die sich im Libretto finden, sondern vor allem an Mozarts Komposition, die neben dem schlichten Volkston, den halsbrecherischen Koloraturen oder abgrundtiefen Noten eben auch ehrlich empfundene Arien, bewegende Duette und kontemplative Chöre beinhaltet. Eine dankbare Aufgabe für das Ensemble der Oper Dortmund, das für seine Mozart-Interpretationen gefeiert wird.

Stefan Huber, bekannt als renommierter Musical-Regisseur (Funny Girl, Next to Normal), wird mit der Zauberflöte seine erste Oper inszenieren. Ihm zur Seite steht der venezolanische Künstler José Luna, der in seinen fantasievollen Ausstattungen mit Moden und Theatertraditionen verschiedener Jahrhunderte jongliert und daraus seinen unkonventionellen, humorvollen Stil entwickelt. Gemeinsam werden sie den theatralen Aspekt des Werkes nicht zu kurz kommen lassen.
Die Blume von Hawaii - Theater Dortmund
Spannung liegt in der Luft. Die Einheimischen Hawaiis wollen die verhasste amerikanische Fremdherrschaft abschütteln. Ein Aufstand droht. Der Zeitpunkt ist gut gewählt, schließlich sind gerade die rechtmäßigen Herrscher in Honolulu aufgetaucht: Prinzessin Laya und Prinz Lilo Taro. Laya, aufgewachsen in Paris, gibt sich allerdings als Jazzsängerin Suzanne Provence aus, um inkognito ihre Heimat zu besuchen. Sie bändelt auf der Überfahrt mit dem schmucken Kapitän Stone an. Ihr musikalischer Partner Jim Boy ist mit der echten Suzanne liiert, beginnt aber ein Techtelmechtel mit der ebenso schlauen wie attraktiven Hula-Tänzerin Raka. Den edlen Prinzen Lilo Taro würde der joviale Gouverneur Harrison gern mit seiner Tochter Bessy verkuppeln, auf die jedoch bereits dessen Sekretär Buffy ein Auge geworfen hat: Wir befinden uns nicht in einem politischen Drama, sondern mitten im herrlichsten Operettenwahnsinn.

Um Politik ging es Paul Abraham immer nur zwischen den Zeilen. Er bediente in erster Linie das Unterhaltungsbedürfnis seines Publikums und dessen Schaulust, bei der eine logische Handlung und die Political Correctness auch schon mal zugunsten einer effektvollen Szenerie ins Hintertreffen geraten. Der Exotismus-Sehnsucht der 30er Jahre kommt er mit hinreißenden Klischees und stilechter Hawaiigitarre entgegen, die Jazzfans lockt er mit amerikanischen Rhythmen und sattem Saxophonklang. Die Partitur wartet mit Evergreens auf wie Du traumschöne Perle der Südsee, Ich hab ein Diwanpüppchen, Ein Paradies am Meeresstrand und Was hat der Gentleman im Dschungel zu tun? Paul Abraham weiß die Antwort: Tanzen, singen, steppen und gute Laune verbreiten.
Carmen - Deutsche Oper am Rhein
Die Zigeunerin Carmen lebt ihr Leben uneingeschränkt von gesellschaftlichen Zwängen und Konventionen. In ihrer berühmten Habanera preist sie die Freiheit der Liebe, totale Freiheit auch von moralischen Bindungen. Das wird ihr schließlich zum Verhängnis, da der ihren Reizen verfallene Sergeant Don José nicht in der Lage ist, mit Liebe und Beziehung liberal umzugehen. Von rasender Eifersucht getrieben bringt er seine Geliebte um.

Nach ihrer zögernden Annahme durch das von der frei denkenden und liebenden Titelfigur schockierte Publikum der Uraufführung, hat sich Georges Bizets (1818–1875) Oper nach der Erfolgsnovelle von Prosper Mérimée bald auf allen Spielplänen fest etablieren können und entwickelte sich zu den weltweit meistgespielten Opern. Bereits 1905 fand in Paris die tausendste Aufführung statt, und die schillernde Hauptfigur gilt bis heute als die Inkarnation des Männertraums schlechthin. Schon Prosper Mérimées 1845 veröffentlichte „Carmen“-Novelle brachte einen neuen Frauentyp in die zivilisierte Metropole Paris. Als Zigeunerin war Carmen mit ihrer wilden exotischen Schönheit das ideale Lustobjekt. Zugleich nimmt sie sich aber auch eine Freiheit zur Selbstbestimmung, die sich im 19. Jahrhundert nur Männer leisteten. Genau darin liegt ihr Reiz, aber auch ihr Verbrechen in den Augen der Gesellschaft – und der Grund für ihre Ablehnung bei der Premiere. In Bizets Oper kann Carmen ihre Lebensphilosophie auf der Bühne offen ausleben. Was sie unter Liebe versteht, lässt sie bereits in der Habanera hören: die uneingeschränkte Freiheit der Gefühle, totale Freiheit auch von moralischen Bindungen. Das ist schließlich Carmens Verhängnis, sie verlangt, mit Liebe und Beziehung liberal umzugehen, wozu Don José nicht in der Lage ist – von rasender Eifersucht getrieben bringt er seine mit dem Stierkämpfer Escamillo anbandelnde Geliebte um.

Im an die Bildwelten des spanischen Malers Francisco Goya gemahnenden Bühnenbild von Rifail Ajdarpasic arbeitete Regisseur Carlos Wagner in an der Opéra National de Lorraine gefeierten Inszenierung die Freiheitsliebe Carmens und ihre Faszination für den mit ihr überforderten Sergeant Don José in düster-poetischen Bildern heraus. Seine Inszenierung taucht in das Spanien der dunklen Bildwelten Francisco de Goyas ein. In fesselnden Bildern, in denen sich alptraumhafte Realität und Traumwelt ineinander verschränken, zeigt er Carmens schicksalhafte Geschichte.Die Fachzeitschrift Classique News schrieb über das große Finale: „Das letzte Bild ist unvergesslich und beweist den flammenden Einfallsreichtum eines großen Regisseurs, zwischen Wirklichkeit und Sehnsucht, Poesie und Expressionismus, Schatten und Licht.“
Tosca - Theater Bonn
In seinem 2010 erschienenen Buch Zwei ungleiche Rivalen ruft der Schriftsteller Helmut Krausser anschaulich in Erinnerung, wie durch List und Winkelzüge des Verlegers Giulio Ricordi ein bis heute ununterbrochen anhaltender Welterfolg der Opernliteratur entstehen konnte. Das bereits vollendete Libretto war für einen anderen [und eigentlich zu der Zeit noch erfolgreicheren] Komponisten der Casa Ricordi geschrieben worden: Alberto Franchetti, der mit ASRAEL und CRISTOFORO COLOMBO in Folge zwei Opern herausbrachte, die ihn sogleich mit an die Spitze der jüngeren Komponistengeneration nach Verdi katapultiert hatten.

Und doch spürte der Verleger instinktiv in Giacomo Puccini den längerfristig mehr Versprechenden. Und tatsächlich fügt sich der nur auf den ersten Blick reißerische Stoff nahtlos in die Folge seiner Opern ein, die fast ausnahmslos dem Erfolgsrezept des französischen Dramatikers Victorien Sardou [und angeblich auch Gustave Flauberts] zu folgen scheinen: ≫Quäle deine Heldinnen!≪ Darüber gerät aber gern aus dem Blick, dass TOSCA sozusagen den Inbegriff eines Politthrillers darstellt, der nicht nur auf dem Hintergrund des Konflikts zwischen römischen Republikanern und neapolitanischen Royalisten gesehen werden muss.

Rom, 1800. Bis auf ihre gelegentlichen Eifersuchtsanfälle führt die berühmte Sängerin Floria Tosca eine glückliche Beziehung mit dem Maler Mario Cavaradossi. An dem Tag, als Mario einem Staatsfeind zur Flucht verhilft, ändert sich jedoch das Leben des Liebespaars von Grund auf. Tosca gerät ins Visier des mächtigen Polizeichefs Scarpia. Dieser lässt Cavaradossi gefangen nehmen, und Tosca wird unversehens zum Spielball. Für eine Liebesnacht mit ihm, Scarpia, verspricht er ihr, den Geliebten laufen zu lassen. Mit Recht misstraut Tosca diesem Erpressungsversuch und sieht keinen anderen Ausweg, als ein Verbrechen zu begehen.