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Shout Out Louds
Neues Label, neue Single, neues Album und jede Menge Live-Dates. Mit „Oh Oh“ feiert eine der großartigsten schwedischen Indie-Popbands aller Zeiten am 21. April (hierzulande) ihren Einstand bei Sony Music: Shout Out Louds. Es ist der erste neue Song der Band seit vier Jahren und stammt aus dem kommenden, fünften Shout Out Louds-Album, das noch 2017 erscheinen wird. Mit dem neuen Material kehren die Stockholmer zu ihren musikalischen Wurzeln zurück: warmer, melancholischer Indie-Pop/Rock.

„‘Oh Oh‘ war eine Art Trigger für dieses Album“, erklärt die Band. „Als der Song fertig war, spürten wir, dass wir uns auf die Energie und das Gefühl fokussieren konnten und sollten. Wir wollten zu unseren Wurzeln zurückkehren, zu unserem Zusammenhalt und unserer Art von Handwerk. Wir erinnerten uns daran, dass wir eine Band sind, die sich gegenseitig mag und sehr gern zusammen spielt. Der Rest ist uns ziemlich unwichtig.“

Das bislang letzte Album der Band, „Optica” erschien 2013 und konnte sich – wie bereits der Vorgänger „Work“ 2010 – in den Offiziellen Deutschen Albumcharts platzieren. Die Bandpause nutzten die Musiker u.a. zur Familiengründung und für die Verwirklichung diverser Solo- und Nebenprojekte. Sänger Adam Olenius veröffentlichte einen Solo-EP, Keyboarderin/Sängerin Bebban Stenborg ein Album mit ihrer Band Astropol und Bassist Ted Malmros nahm Musik mit seinem Duo A Nighthawk auf. Irgendwann kam dann allerdings der Zeitpunkt, die Shout Out Louds erneut zu kickstarten.

Der Großteil des neuen Albums wurde in einem kleinen Kellerstudio in Stockholm mit Produzent Fredrik Swahn aufgenommen. Er ist Mitglied der Band The Amazing und arbeitete jüngst mit der französischen Künstlerin Melody‘s Echo Chamber. „Die Arbeit mit Fredrik gab uns großartige Energie und machte uns als Band besser“, so die Shout Out Louds. „Er brachte es sogar fertig, dass wir jetzt bessere Freunde sind als vorher, keine Ahnung, wie das überhaupt noch möglich war. Wir hatten großen Spaß und kehrten gleichzeitig zu dem Kern unseres Schaffens zurück. In ‚Oh Oh‘ geht darum, dieses Gefühl zu erhalten: nie deinen Traum aus den Augen zu verlieren.“

Nach der Beendigung der Album-Aufnahmen stehen für die Shout Out Louds einige Festivalauftritte auf dem Programm – im Oktober folgt dann eine komplette Deutschlandtour.
Dinosaur Jr.: get a glimpse of what yer not - Tour 2017
Im Sommer 2017 wieder live in Deutschland!
Ok, die Anzeichen dafür, dass es ein neues und ausgesprochen famoses Dinosaur Jr. Album geben wird, waren durchaus sichtbarer Natur. So spielten Dinosaur Jr. im Jahr 2015 eine großartige Live-Show nach der anderen, nur um das 30-jährige Jubiläum ihrer gleichnamigen Debüt-Lp zu feiern.

Kuriosität am Rande: Mit dem Release von "Give A Glimpse Of What Yer Not" hat dieses im Jahr 2005 wiedergeborene Trio mehr Alben im 21. Jahrhundert veröffentlicht als im 20. Jahrhundert. Hat man fast vergessen, ist aber so: Das originale Line-Up der Band (J Mascis, Lou Barlow & Murph) hat in ihrer Anfangszeit in den 80ern nur drei Full-Length Alben aufgenommen. Und sich dann getrennt. Und sich 2005 wiedervereinigt. Und entgegen allen Unkenrufen sind sie seither zusammen geblieben. Elf Jahre! Ok, mit ein paar Unterbrechungen. Geschenkt.

Denn wichtig ist heute. Mit „Give A Glimpse Of What Yer Not“ erschien am 5. August 2016 ein neues Dinosaur Jr. Album via Jagjaguwar/Cargo Recods!

Die Songs auf „Give A Glimpse Of What Yer Not“ wurden wieder in Bisquiteen Studio in Amherst aufgenommen. J Mascis Ohren zum Bluten bringende, psychedelische Gitarren machen den Sound riesig und dröhnend, während Murphs Drums stampfen, wie Fred Feuersteins Füße, und Lous Bass zwischen progressiven Melodien und Post-Core Anstößen hin und her torkelt.

Mit all dem Wahnsinn, der die Erde in diesen Zeiten belauert, ist es schön etwas zu haben, auf das Verlass ist. Wer hätte gedacht, dass es ausgerechnet Dinosaur Jr. Sein wird.

Shantel & Bucovina Club Orkestar: Shantology - 30 Years Of Club Guerilla
Shantel hat seine einzigartige Karriere in den 80ern gestartet. 80er? Da war doch was? Diese Musik, die gerne auf Themenpartys verhandelt wird... Nein, ganz anders! Die 80er sind hier die Chiffre für das, was alles zu diesem Zeitpunkt möglich war. Punk hatte den Mief des immer inhaltsleereren Glamrock und seine Stereotypen weggefegt und die Köpfe freigemacht. In den frühen 80ern hielt diese frische Brise noch an, bevor es mit dem kommerziellen Ausverkauf der DIY-Ideale sich wieder schloss, der Pop synthetisch wurde und die MTV-Culture übernahm. Einer, der das Spiel schon damals nicht mitmachen wollte, war ebenjener Shantel. Aktiv im Untergrund des Bauchnabels Deutschlands, Frankfurt am Main, betrieb er dort im heute ultra-hippen Bahnhofsviertel einen illegalen Underground-Club, in dem musikalisch alles möglich war und heftig experimentiert wurde. Hier traf sich eine international bunt gemischte Szene aus Kunststudenten, Bohemiens, Langzeitakademikern, jungen Musikern, Immigranten, Schwulen und Lesben und gestrandete Freaks aus aller Herren Länder. Im 3. Stock eines Gründerzeithauses gelegen, zog der Club mit seinem eklektische Ansatz Massen von ebenso abenteuerlustigen Nachtschwärmern und Clubgängern an wie das Licht die Motten. Der Andrang war so groß, dass die Schlange der Wartenden oft bis zum nächsten Häuserblock reichte. Und das, obwohl das Bahnhofsviertel auf Platz eins der deutschen Kriminalitätsstatistik lag. Shantels Devise war: „Vorwärts in alle Richtungen, lasst uns experimentieren und demonstrieren.“ Eine Demo gab es in der Demo- Hauptstadt Deutschlands jeden Samstag. Sounds des Widerstandes und der Vielfalt schallten aus den Lautsprecherwagen: Roots-, Dub-Reggae und Arab-Pop.

Dub-Reggae, ein Musikstil, der Shantel sehr beeinflussen sollte, brasilianische Musik, Oriental- und Arab-Pop ebenso. Aber wollen wir hier Stil-Erbsen zählen? Wichtig ist doch viel mehr das, was sich für Shantel aus der Rezeption verschiedenster musikalischer Genres ergab. Er realisierte, dass wann immer ein neuer Stil seine Nase zeigte, er früher oder später statisch wurde und damit langweilig. Man nehme nur das Beispiel Techno – kaum einer weiß heute, dass Frankfurt am Main die Geburtsstube dessen deutscher Ausformung war. Aber auch Techno war nur bedingt Shantels Ding. Also selber machen, was Neues anfangen, wieder und wieder und wieder. Ab 1986 sahen wir Shantel mit einem griechisch-türkischen Underground-Projekt auf der Bühne. Sie spielten für die griechisch-türkischen Communities in ganz Deutschland den damals schwer angesagten griechischen Outlaw-Blues Rembetiko, und Shantel lieferte die Beats dazu. In seinem Bahnhofsviertel-Club Lissania Essay drehte Shantel die Turntables und mixte Rhythmen sowie Soundfetzen aus dem Sampler dazu. Nordafrika, Brasilien, Jamaika, Elektrobeats, Trip Hop und Jazz in the mix. Ein Song, eine Struktur, ein Rhythmus erreichte die Tanzenden so intensiv, dass ihre Arme hochgingen und die Kehlen Glücksgeheul ausstießen – das war der Ansporn, diesen Moment zu verlängern und das Spaceship Lissania zum Abheben zu bringen. Und bis heute ist es nicht gelandet, denn bis zum heutigen Tag gibt es nicht ein Konzert, nicht eine DJ-Session, die nicht von dem Gefühl befeuert waren, alles zu geben, mit dem Publikum zu verschmelzen und Glückseligkeit in die Gesichter zu zaubern. Kaum einer versteht den Dancefloor besser und findet intuitiv immer die richtige Antwort als Shantel – egal ob mit seinem Bucovina Club Orkestar oder ganz alleine als DJ.

Das Lissania und später der Bucovina Club waren einige der sehr raren Gelegenheiten, bei denen sich unterschiedliche Szenen und Altersgruppen trafen. Sie verband eines: Sie waren neugierig und bereit, sich unerhörten Klängen hinzugeben. Und Shantel war es wichtig, neue Ideen, Verrücktes, Unbekanntes via Musik in diese verkrustete Stadt zu tragen: Ideen, Visionen, die ganz woanders herkamen - Paris, Thessaloniki, Tel Aviv, Istanbul. Kurz gesagt Shantel und die Szene, die sich um ihn formierte, war kosmopolitisch und am Austausch interessiert. Er war als einer der deutschen Pioniere des sogenannten Freestyle-Clubbing bald weltweit gefragt, spielte an der Seite von MC Solaar, Kruder & Dorfmeister, Gilles Peterson, Massive Attack, Björk und Howie B. Doch war ihm das genug? Er stellte irgendwann fest, dass auch diese Szene dabei war, sich zu verkrusten bzw. leerzulaufen. Auf einer K7-Labelnacht im New Yorker Limelight Club ließ er frenetische Blechmusik südosteuropäischer Hochzeiten aus den Boxen knallen, was auf dem Tanzboden zu Verwirrung führte. Shantel wäre nicht Shantel, wenn er nicht versucht hätte, diese Situation zu retten und - die Platte noch einmal von vorne zu spielen. Langsam sahen die Partygänger ein, dass sie keine andere Kost serviert bekämen und ließen sich treiben. Schlussendlich: Stampede auf der Tanzfläche.

Shantel entschied sich, auf eine große Reise in seine eigene Familiengeschichte zu gehen, die ihn in die Bucovina, Grenzland zwischen Ukraine und Rumänien brachte. Dort fand er die Musik, die tief in seiner eigenen DNA schlummerte und begann mit ihr zu experimentieren, ging mit den Großen des Genre ins Studio, um seine Vision von einem zeitgenössischen paneuropäischen Sound zu kreieren. Das Schauspiel Frankfurt gab diesem neuen Sound, der sich wie ein Lauffeuer um die ganze Welt verbreitete, eine Bühne. Dass gerade Frankfurt den perfekten Spielboden für seinen Bucovina Club abgab, ist sicher kein Wunder, denn der Hotspot am Main war und ist seit vielen Jahrzehnten die multinationale Metropole der Republik. Interkulturelles Leben und Arbeiten ist hier mit allen Brüchen, Verwerfungen und Schwierigkeiten längst zum prägenden Aspekt des Alltags geworden. Aber auch hier und jetzt bleibt Shantel nicht stehen und räumt mit dem großen Missverständnis auf, er sei der „König des Balkan- Pop“ und er wolle es gar sein, was er in einem Interview mit der BBC anlässlich der Verleihung des BBC-Worldmusic-Awards klarstellte: „Ich habe mit dieser Balkanmusik und diesem Hype eigentlich nichts am Hut. Mir ging es um meine Selbstverwirklichung als Musiker, als Künstler. Deshalb interessieren mich viele Sounds, nicht nur der des Balkans.“

Mit diesem kreativen Ansatz ist Shantel das hörbare Gesicht eines anderen Deutschlands, ist er doch der erste, der der hiesigen Popkultur einen kosmopolitischen Sound einimpfte. Bei ihm ist Migration hör- und tanzbar. Musikalische Preziosen aus Südosteuropa, dem nahen Osten oder vom Mittelmeer erscheinen in einem neuen, vielschichtigen Kontext, damit wird auch die Kultur, aus der sie entstammen, intuitiv erfahrbar. Seine Methode ist kulturelles Mixing und Sampling: Dinge aus dem Zusammenhang reißen und in einen neuen überführen. Clubkultur als Konzept, das sich permanent weiterentwickelt und nicht als Museum, in dem das ewig Gleiche repetiert wird – wie in Berlin, wo tausende von Touristen vor dem Berghain warten, um das Vorhersehbare erleben zu dürfen.

Nun schlägt Shantel mit 30 Jahre Club Guerilla ein neues Kapitel seiner never ending Tour unter dem Motto „Shantology // 30 Years of Club Guerilla“ auf. Zum Fest (06.10.2017) erscheint eine aufwändige 4-LP-, 2-CD-Box mit opulentem Begleitbuch mit Texten und Bildern, die Shantels Weg nachzeichnen. Die Alben werden voll mit unveröffentlichtem, neu aufgenommenem und bestens abgehangenem Material sein, das eindrücklich die zeitlose Hit-Qualität seiner Musik herausarbeitet. Rückschau – eher nicht, rückblickende Vorausschau – schon eher. Der Disko Partizane liebt es spannend und bleibt für Überraschungen gut.
The Veils
"We're delighted as always to be returning to Germany, this time with a new album in tow. We can't wait to get out there and have them hear this new record live, it's an unruly beast indeed."
- Finn Andrews

Es existieren die unterschiedlichsten Arten, wie jemand sein Tagebuch schreibt. Die einen reduzieren sich auf das Festhalten von Daten und nüchternen Fakten, andere üben sich in virtuoser Prosa und sprachmächtigen Metaphern. Der in Neuseeland aufgewachsene Brite Finn Andrews, Sohn des ehemaligen XTC-Gitarristen Barry Andrews, nutzt hingegen seit gut einem Jahrzehnt die Songs seiner Band The Veils, um seine Eindrücke, Erlebnisse und kraftvollen Meinungen pointiert abzuarbeiten. Und ebenso, wie sich Auffassungen und Überzeugungen eines Menschen über die Jahre ändern können, so ändert sich auch die Musik von The Veils mit jedem neuen Album – mal mehr, mal weniger radikal, aber doch stets mit Vorsatz. Das einzige, was bei dieser im weiteren Sinne als Indie-Band zu bezeichnende Formation stets gleich bleibt, ist der hohe künstlerische Anspruch an jeden Song, die unbedingte Neugier auf Neues – sowie die höchst klugen Lyrics eines Frontmannes, der mit seinem intellektuellen Blick auf die Welt Texte von sinistrer Poesie schreibt.

Die Geschichte von The Veils begann 2001. Damals war Finn Andrews gerade einmal 18 Jahre alt, hatte aber bereits mehr als zwei Dutzend herausragende Songs geschrieben. Er lebte zu der Zeit in Auckland, schickte seine Demos aber vorzugsweise an Plattenfirmen in England. Geoff Travis, Chef der Indielabel-Legende Rough Trade, erkannte unmittelbar das Potenzial von Finn Andrews und nahm The Veils, damals ein Trio, unter Vertrag.

Nach der ersten Welttournee trennte sich Andrews von seinen bisherigen Mitmusikern, zog zurück nach Neuseeland, überdachte den noch recht Grunge-verhafteten Sound des Debüts grundsätzlich und suchte sich dazu eine neue Begleitband. Von nun an waren The Veils ein Quintett, das sich mit höchst eigenständiger Musik zwischen Indie, Pop und Artrock platzierte. Schon beim zweiten Album „Nux Vornica“, das 2006 erschien, urteilten viele Kritiker, dass The Veils auf dem besten Wege seien, die ebenso düster wie glanzvoll schillernder Grandezza von Nick Cave & The Bad Seeds in eine neue, junge Generation zu tragen. Die beiden im Anschluss erschienenen Alben „Sun Gangs“ (2009) und „Time Stays, We Go“ (2013) belegten, wie sehr sich eine Band, ohnehin mit einer starken eigenen Handschrift ausgestattet, von Album zu Album weiter entwickeln und neue Klangästhetiken absorbieren kann.

Dabei stand der größte stilistische Schritt erst noch bevor – er manifestiert sich nun in dem im vergangenen August erschienenen, fünften Album „Total Depravity“. Das über weite Strecken sehr dunkel gehaltene, auch textlich von vielen privaten und gesellschaftlichen Dämonen erzählende Werk fand seinen besonderen Klang durch das Zutun von drei höchst unterschiedlichen Produzenten. So schrieb Finn Andrews die Demos der neuen Songs in Begleitung von Adam „Atom“ Greenspan, einem Produzent für knackigen, analogen Indierock Marke Maximo Park oder Yeah Yeah Yeahs. Die tatsächlichen Aufnahmen betreute sodann der vielseitige US-Musiker El-P (Run The Jewels, Company Flow), sonst ein Fachmann für extrem speziellen, schleifend düsteren HipHop. Diese ungewöhnliche Kombination aus Andrews Songs und El-Ps Produktionen führte zu einem so noch nicht gehörten Klangkosmos.

Und ein dritter Mann hinter den Reglern leistete Beistand: Dean Hurley, der Studio-Engineer des Regisseurs David Lynch. Mit ihm nahmen The Veils ebenfalls einige Songs in Lynchs eigenem Tonstudio auf; als der Hollywood-Maestro die ersten fertigen Töne des Aufgenommenen vernahm, wurden ihm zwei Dinge sofort klar: Dass die Musik von The Veils nahezu unbedingt in die anstehenden Neuauflagen seines Serien-Klassikers „Twin Peaks“ gehört. Und dass Finn Andrews mit seiner etwas mystischen Aura nicht nur ein ausgezeichneter Frontmann ist, sondern ebenso gut vor der Kamera agiert und daher auch als charakterstarke Figur perfekt in diese Serie passt. Beides wird nun im Verlauf dieses Jahres tatsächlich passieren.
Brothers of Santa Claus
Brothers of Santa Claus - eine der vielversprechendsten Bands aus dem deutschsprachigen Raum. Ungeschminkte Musik mit einer ordentlichen Portion gradliniger und ausdrucksvoller Leidenschaft.

Die Band war bereits mehrfach auf Deutschlandtournee und für Konzerte in der Schweiz, in England, in den Niederlanden und in Frankreich unterwegs. Dabei wurde ihre ständig wachsende Fangemeinde durch Auftritte bei TV Noir und den Hamburger Küchensessions noch vergrößert.

Nach dem außergewöhnlichen Erfolg ihres 2014 erschienenen Debütalbums „Navigation“, legen die Brothers of Santa Claus am 7.April 2017 mit ihrer zweiten Platte „Not OK“ nach. Über mehrere Monate in den geschichtsträchtigen Studios des Funkhauses Berlin aufgenommen und von Produzent Alexander Sprave (Max Prosa, Me And My Drummer, Ganes, Me&Marie) produziert, wird das enorme musikalische Spektrum der Band deutlich. War das Erstlingswerk noch eine Mischung aus Indie Pop und akustischen Singer-Songwriter-Balladen, kommt das Zweitwerk reifer, rockiger und hier und da mit einem Hauch Synth-Pop daher. „Es ist deutlich komplexer und eigenwilliger als das erste Album, aber man kann den gemeinsamen Ursprung trotzdem gut heraushören“ konstatiert Sänger Maximilian Bischofberger. Dass es trotz aller Komplexität nicht ins Verkopfte abrutschte, dazu trug Produzent Alexander Sprave seinen nicht unwesentlichen Teil bei. Er holte die Band immer wieder auf den Teppich zurück und sorgte für eine simple Leichtigkeit, die sich durch alle Songs des Albums zieht. Manche Nummern erinnern an bekannte Musikgrößen wie Radiohead und Alt-J.

Schon der Opener des Albums „Figure it out“ klingt weniger nach deutscher Studentenband und mehr nach britischem Indiejuwel. In der rockigen Nummer „Stay away“ zeigen die fünf jungen Männer musikalisch ihre Zähne, mit der eher verspielten Ballade „Julika“ kommen sie dagegen wieder zuckersüß um die Ecke. Sie verlieren zu keinem Zeitpunkt ihre Lässigkeit und zeigen ganz selbstverständlich ihr breites musikalisches Repertoire. Keiner der zehn Songs, die es letzten Endes auf das Album geschafft haben, ähnelt dem anderen und trotzdem wirkt alles stimmig und aus einem Guss. Ein mehr als würdiger Nachfolger für das Debüt und ein echtes Ausnahmealbum einer beeindruckenden, jungen Band.

Das Album „Not OK“ wird am 7.April 2017 bei Jazzhaus Records erscheinen und über Inakustik in Deutschland vertrieben. Die erste Singleauskopplung „Figure it out“ wird am 24.März vorab auch als Video veröffentlicht.

Maximilian Bischofberger - vocals and keys
Jan Horst - guitars
Bela Hagel - guitars and vocals
Francesco Rezzonico - basses
Simon Heitzler - drums
Lupid: Sag meinen Namen Tour
LUPID

„Wir haben uns stumm geschwiegen, wir haben uns taub geredet/ Wurden wie Unbekannte, die sich jeden Tag begegnen.“

Stumm geschwiegen. Taub geredet. Unbekannte, die sich jeden Tag begegnen. Man weiß, was gemeint ist. Man kennt solche Gefühle aus verkorksten Beziehungen, in denen wir alle schon einmal steckten. Aber so treffend in einem Popsong auf den Punkt gebracht, hört man das in deutscher Sprache nur sehr selten. Bei LUPID sind solche Momente die Regel.

Das Stück „Sag meinen Namen“ wird auf der ersten EP der Band zu hören sein. (VÖ: 14.10 bei Airforce1/Universal). Im Refrain singt Sänger und Songwriter Tobias Hundt: „Sag meinen Namen noch einmal bevor du gehst/ Ich will nur sicher sein, dass du ihn nicht vergisst/ Sag meinen Namen noch einmal so laut es geht/ Ich will Geschichte in deinem Leben bleiben/ Ich will, dass du vermisst.“ Es gibt tausende Lieder über das Ende einer Liebe. „Sag meinen Namen“ ist anders: eine trotzige Hymne mit stolzem Rhythmus, dichtem Synthie-Teppich, perfekt sitzenden 80s-Gitarren und einem sehnsüchtigen Chor. Man merkt an dieser Stelle schon: LUPID gehen eigene Wege. Und das kommt nicht von ungefähr.

Drei Platten hatte Tobias Hundt bereits unter eigenem Namen aufgenommen, dann verließen zwei Gründungsmitglieder seine Gruppe. „Wir drei, die übrig blieben, wussten nicht, wie wir weitermachen sollten. Und wir stellen uns die Frage, ob es nicht das Vernünftigste wäre, uns wieder normalen Jobs zu widmen.“ Es ist dieser Moment, wenn sich alles entscheidet: weitermachen, ja oder nein? Und wann ja, dann wie?

Tobias (29 Jahre alt, Singer/Songwriter), Patrick (27, Bass, Keyboards) und Markus (29, Schlagzeug) kennen sich schon seit der gemeinsamen Schulzeit aus Gießen. Tobias holte Patrick und Markus für sein Soloprojekt in die Liveband. Noch immer sind die drei in der Region zu Hause und auch ihr Studio steht in Gießen. Die Atmosphäre war also vertraut, als die drei dort ihre Köpfe zusammensteckten und über die Zukunft nachdachten. Ein ehrlicher Austausch – dann war klar: „Wir machen weiter – und setzen alles auf eine Karte.“ Nicht Tobias Hundt 2.0. „Sondern eine komplett neue Band, ganz nach unseren eigenen Vorstellungen.“

Für LUPID begann eine extrem intensive Phase, um den neuen Bandsound zu definieren. Die drei Musiker tauschten sich mit ihrem Produzenten Thomas Eifert aus: Was lieben wir an Musik? Wann geht uns das Herz auf? „Wir drei stehen auf den Mix aus Beats und Synthies mit organischen Instrumenten“, sagt Tobias Hundt. Man darf sich den Sessionraum von LUPID wie ein Labor vorstellen, die drei Musiker sind die Forscher: Wie weit dürfen wir gehen, wie viel Elektronik tut den Songs gut? Immer weiter drehten sie das Rad. „Bis zu dem Moment, als wir uns anschauten und sagten: Das ist es. Das ist der Sound von LUPID.“

Da ist die elektronische Seite – digital und trotzdem einfühlsam und sehnsuchtsvoll. Und sie steht immer im Gleichgewicht zu den organischen Elementen, zur zugleich kraftvollen und leicht gebrochenen Stimme von Tobias Hundt, zum Klavier und zu den sparsam eingesetzten, aber wunderbar einprägsamen Gitarren.

Nehmen wir „Was soll schon passieren“ von der kommenden EP. Das House-Klavier treibt den Song an, Tobias Hundt singt: „Wir stehen immer noch, Gefühle kommen und fliehn’/ Sind über Wasser gelaufen um nicht unterzugehen/ Haben Berge versetzt oder’nen Umweg genommen/ Nicht jeder war nötig, aber keiner umsonst.“ Man merkt schon: Dieses Lied schreitet voran. Im ersten Refrain lernen wir die großartige Melodie kennen. Im zweiten führt das House-Piano dann einen Four-to-the-Floor-Beat ein, der aber nicht stampft, sondern federt.

Besonders eindrucksvoll ist „Der Trick ist zu atmen“: Das Stück hat Tobias Hundt zusammen mit der Berliner Songwriterin Jasmin Shakeri (u.a. Co-Autorin für Andreas Bourani) geschrieben. „Wir haben uns überlegt, was man einem Menschen sagen kann, der wirklich am Boden ist. Meist ist die Wahrheit nicht hilfreich, meist ist das Richtige genau das Falsche. Dann fiel mir eine Zeile ein, auf die mich Songwriterkollege Nicholas Müller gebracht hat – ein Zitat von Gimmli, dem Zwerg aus ,Der Hobbit’: ,Atmen, das ist der Trick.’ Wenn wirklich nichts mehr geht, hilft nur noch eines – atmen.“ Das Stück ist ein atmosphärischer Höhepunkt der EP, die eher wie ein kurzes Album funktioniert: Ein großartiger Einblick in den faszinierenden LUPID-Kosmos, in dem Sounds und Stimmungen so unvergleichlich gut zusammengehen. Der Band gelingt ist, auf wundervoll elegante Art viele Elemente zu einer Einheit zu formen. Wir hören immer den einzigartigen Sound von LUPID. Und das ist genau das, was wir im nahenden Herbst brauchen.
Lewis & Leigh: Keep Your Ghosts Tour 2017
LEWIS & LEIGH – KEEP YOUR GHOST TOUR 2017

Nach einer ausverkauften Tournee im Januar kommen Lewis & Leigh mit ihrem Debütalbum “Ghost“ erneut für fünf Konzerte nach Deutschland!

Nashville verbindet
Al und Alva. Auch, wenn allein ihre Vornamen klingen, als müssten sie gemeinsam Musik machen, trennt Lewis & Leigh bis vor 4 Jahren noch ein Ozean und einige tausend Kilometer. Davon, dass sich der Waliser und die Amerikanerin nicht kennen, ganz zu schweigen.
Einander vorgestellt hat die beiden dann indirekt DIE Songwriter-Stadt – Nashville/Tennessee. Alva zieht 2005 zum Studieren aus ihrer Heimat Gulfport/Mississippi nach Nashville. Sie spielt unzählige Club Nights und Open Mic Sessions, nimmt ein erstes, selbstbetiteltes Soloalbum auf. Ihr Song “Calling Me“ schafft es in eine Folge von Grey’s Anatomy. Aber so richtig warm wird sie nicht mit der Stadt.

“In Nashville hat jeder den gleichen Traum, alle wollen den Durchbruch als Musiker. Das ist ganz schön einschüchternd und ist nicht immer gut für die Kreativität.” Bei Alva führt es dazu, dass sie zwei Jahre lang nicht auftritt und keinen einzigen Song schreibt. 2012 zieht sie nach London.

Al, der vorher schon 4 Alben aufgenommen hatte – 3 davon in Walisischer Sprache – kommt 2012 nach Nashville um sein nächstes Album “Battles” mit Charlie Peacock zu produzieren. “Vorher hatte ich immer gedacht, Nashville sei nur für Countrymusiker.” Während der Arbeiten am Album lernt er den Singer/Songwriter Matthew Perryman Jones kennen. Das sollte sich als Glücksfall rausstellen.

Schnell finden die ersten Songs den Weg ins britische Radio. “Als “What Is There To Do” auf die BBC Radio 2 Playlist kam, konnte ich meiner Mutter live im Radio gratulieren.”, so Alva. Und dabei blieb es nicht. NPR und der Rolling Stone bezeichneten die beiden als “artist to watch”. Als eine von drei britischen Bands werden sie auf das Americana Music Festival nach Nashville eingeladen. Auf zwei weiteren EPs – “Missing Years” und “Hidden Truths” - entwickeln sie ihren ganz eigenen Stil, eine entwaffnende Schlichtheit, mit der die Songs der beiden den Hörer in den Bann ziehen. Die Magie zweier Stimmen.
Frances
Frances: Intime Pop-Hymnen für die Ewigkeit
Debütalbum „Things I've Never Said“ erscheint im März 2017

Frances kam förmlich aus dem Nichts und überrollte die digitale Welt mit berührenden Songs zwischen großer Intimität, einem feinen Pop-Verständnis und einem stetig wachsenden Gefühl für brillante Produktionen zwischen Pop, Soul und Elektronik. Ihre beiden 2015 veröffentlichten EPs „Grow“ und „Let It Out“ verhalfen ihr zu überragenden Kritiken sowie der Auswahl auf rund einem Dutzend Listen der „Newcomer to Watch Out in 2016“. So befand sich Frances unter anderem auf der Shortlist der BRIT Awards in der Kategorie „Critics Choice“ sowie auf der bedeutenden Liste „BBC Sound of 2016“. In diesem Jahr schloss sie mehrere UK-Tourneen im Vorprogramm von James Bay und anderen Künstlern ab und legte letzte Hand an ihr Debütalbum „Things I've Never Said“, das im März 2017 erwartet wird. Zwischen dem 22. und 28. April 2017 kommt Frances für drei Shows in Köln, Hamburg und Berlin nach Deutschland.

„Perfekt komponierter Pop mit kristallinem Leadgesang – sie wird ein Megastar werden.“ „Dann und wann kommt eine Sängerin vorbei, die einen schlicht wegbläst. Diese Sängerin ist Frances.“ „Mit ihren zauberhaften Songs, ihrer charmanten Zurückhaltung und ihrer entspannten Haltung gegenüber dem Stardasein kann es keinen Zweifel an einer zu erwartenden hohen Flugbahn geben.“ „Die junge Künstlerin wird eine der besten, neuen Vokalistinnen sein, die uns in diesem Jahr begegnen werden.“ Dies sind einige der aktuellen Pressezitate zu der 23-jährigen Sophie Frances Cooke, die die Pop- und Songwriter-Szene in Großbritannien gegenwärtig tüchtig aufmischt. Viele Fachgazetten versprechen sich von ihrem Debütalbum eines der Highlights des kommenden Jahres. Und auch die Fachjurys sind sich einig, dass in dieser in Berkshire aufgewachsenen und nun in London lebenden Sängerin und Pianistin ein einzigartiges Juwel steckt.

Diese Vorschuss-Lorbeeren kommen nicht von ungefähr. Im Alter von acht Jahren begann sie, Violine zu lernen, mit zehn kam das Piano hinzu, weitere zwei Jahre später vertiefte sie sich in ein Songbook anspruchsvoller Popmusik, das ihr Vater ihr geschenkt hatte und die Noten zu Künstlern von Radiohead, Beck oder Carole King enthielt. Das war ihre Schule, von Anbeginn aufgeladen durch Niveau und songwriterische Finesse. Diese vertiefte Frances im Rahmen eines Musikstudiums am Liverpool Institute for Performing Arts, bevor sie mit gerade einmal 20 Jahren nach London zog. Dort begann sie, in einem kleinen Appartment auf ihrem Keyboard Songs zu schreiben und einige davon in den sozialen Netzwerken zu präsentieren.

Seither wächst die Begeisterung um diese junge Sängerin mit einer außerordentlich reinen, hellen Stimme und einem feinen Gespür für berückende Song-Arrangements in gewaltigen Schritten. So erreichte etwa der Song „Grow“, Titelstück ihrer ersten EP, innerhalb kürzester Zeit bereits mehr als 1,5 Millionen Klicks bei SoundCloud und Spotify. Beflügelt durch diese ersten Erfolge, ging sie zahlreiche Kollaborationen ein und entwickelte ihre intimen Piano-Etüden unter der Mithilfe von Kompositions-Größen wie Jimmy Napes, Johnny Latimer und Howard Lawrence weiter. Nun mischen sich in ihre stets sehr persönlichen Songs wunderbare Produktions-Nuancen zwischen strahlendem Pop, locker rollendem Funk und kessen Disco-Beats, ohne sie zu übertünchen. In einem Satz: Die flächendeckende Begeisterung der britischen Medien über das, was man von dem im März erscheinenden Frances-Debütalbum erwarten darf, sind mehr als gerechtfertigt.
Damian Lynn
Es kann endlich losgehen! Ja, eigentlich ist es höchste Zeit, dass die Musik dieses jungen Mannes einem noch größeren Publikum zugänglich wird. Gestatten: Damian Lynn, 25 und Singer-Songwriter aus Luzern. Man könnte Damian zwar als Newcomer bezeichnen, er ist aber schon lange kein unbeschriebenes Blatt mehr. Über 250 Shows hat er alleine in den letzten beiden Jahren gespielt und sich so Schritt für Schritt die Aufmerksamkeit erspielt, die die Musik dieses jungen Künstlers verdient hat.

Live spielen, live spielen, live spielen (oder "slow but steady wins the race").
Die Liebe zur Musik und das Talent von Damian Lynn zeigten sich schon als kleiner Junge - mit gerade mal neun Jahren, als er an einem Abschlusskonzert erstmals als Solist vor einem größeren Publikum stand und dieses mit Songs von The Bangles und Mike & The Mechanics begeisterte. Nach Erfahrungen in verschiedenen Bands, nahm er seine Karriere selbst in die Hand. Damian Lynn begann seine eigenen Songs zu schreiben und einzusingen, stellte Clips von Live-Performances auf YouTube und ergatterte sich so erste Auftritte. Seine Fangemeinde hat sich der junge Luzerner auf seinen Konzerten Schritt für Schritt erspielt und sich so in der Szene langsam aber sicher einen Namen gemacht. Diese Ausdauer wurde dieses Jahr unter anderem mit einem Swiss Music Award als "Best Talent" belohnt. Neben vielen Einladungen von Schweizer Musikgrößen (Bligg, Büne Huber, Pegasus) auf deren Tourneen, wurde mit der Support-Tour von Stefanie Heinzmann ein weiterer wichtiger Schritt gemacht: Erstmals war Damian Lynn auch in Deutschland zu sehen. Die CD-Verkäufe bei den Shows als Support von Stefanie Heinzmann belegen: Damian Lynn gewinnt auch in Deutschland viele neue Fans dank seinen Live-Auftritten. 600 Alben hat er alleine an den 13 Daten quer durch Deutschland abgesetzt. Und dies wohlgemerkt in einer Zeit, in der die CD nicht mehr der Tonträger der ersten Stunde ist.
Gerade eben wiederholt er dies und tingelt als Vorgruppe von Laith Al Deen quer durch Deutschland: 17 Tourstops im Oktober 2016. Dabei darf er schon mal verkünden, dass er im April 2017 seine erste Headliner Tour durch Deutschland machen wird!
Father John Misty
Father John Misty veröffentlicht dieser Tage seine neue Platte „Pure Comedy“, und sie ist wieder etwas ganz Besonderes, Extravagantes. Seit 2012 ist der ehemalige Schlagzeuger der Fleet Foxes unter seinem Nom de guerre solo unterwegs und hat sich zu einer einzigartigen und eigentümlichen Stimme entwickelt. Seine Lyrics sind erstaunlich seltsam, seine Live-Auftritte sind vertraulich-wütend-vernünftig. Man weiß nie: Dreht er gleich durch, schmachtet er, ist er ein Crooner, ein Betrüger, ein Singer-Songwriter oder ein Anti-Folk-Superheld mit übersinnlichen Kräften? Da hat sich jemand sein eigenes musikalisches Feld geschaffen: das eines echten Rätsels. „Pure Comedy“ macht genau an dieser Stelle weiter. Josh Tillman, der Mann hinter dem Phänomen Father John Misty, hat eine komplette Geschichte rund um eine Art von Wesen erfunden, deren Hirne nur halb entwickelt sind, die auf einem Felsen leben, umgeben von anderen Spezies, die sie gerne fressen würden. Mit ihren Semi-Denkapparaten können sie überraschend schnell Bedeutungen erkennen, wo keine sind. Und das ist erst der Anfang der Story, die wiederum nur lose mit der Platte verknüpft ist. Die exquisiten Fähigkeiten des Schöpfers als Texter und als Musiker, sein Gesangstalent, seine überbordende Fantasie und seine feine Beobachtungsgabe ergeben zusammen ein weiteres Meisterwerk in der Reihe seiner großer Platten, zumal das instrumentelle Spektrum durch Streicher, Bläser und Chor-Arrangements noch erweitert wurde. All das gibt der Musik von Father John Misty einen Glamour, den man woanders lange suchen muss. Nebenbei hat er auch noch einen 25-minütigen Film über den Entstehungsprozess der Platte gedreht, bei dem er einen sehr intimen Einblick in die Arbeit im Studio gibt. Zu sehen ist der Streifen auf seiner Homepage. Auf den Mann muss man allerdings noch ein wenig warten: Erst im November kommt er zu einer exklusiven Show nach Berlin, begleitet wird er dabei von Weyes Blood.