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Herr Schröder: World of Lehrkraft - Ein Trauma geht in Erfüllung  
Herr Schröder „World of Lehrkraft“
Ein Trauma geht in Erfüllung

„Was macht einen guten Lehrer aus? Empathie – SPÜREN, in welche Schublade das Kind passt.“

„Es ist auch für mich die 6. Stunde!“ - Lehrer. Haben die uns nicht schon genug gequält!
Mit ihren Neurosen und Eigenheiten! Muss das nun auch auf der Bühne sein? Herr Schröder, vom Staat geprüfter Deutschlehrer und Beamter mit Frustrationshintergrund, hat die Seite gewechselt und packt aus: über sein Leben am Korrekturrand der Gesellschaft, über intellektuell barrierefreien Unterricht, die Schulhof-Lebenserwartung heutiger Pubertiere und die Notenvergabe nach objektivem Sympathieprinzip. So therapiert er liebevoll-zynisch ihr ganz persönliches Schultrauma und nach kurzer Zeit hat man das Gefühl, man sitzt wieder mittendrin im Klassenzimmer. Selbstverständlich mit der Gewissheit, dass das einen alles nichts mehr angeht – oder etwa doch?

Johannes Schröder (alias ‚Herr Schröder’) ist studierter Deutschlehrer und Comedian/Kabarettist. Was sich wie ein Widerspruch anhört, ist letztlich eine humoristische Form der Selbstverteidigung. Der Wunsch, ein eigenes Comedy-Projekt umzusetzen, zog ihn 2014 – nach 12 Jahren Schuldienst - zunächst nach Toronto, Kanada, wo er in zahlreichen Comedy-Clubs das Einmaleins der Punchlines erlernte.

Zurück in Deutschland gewann er bald den Mannheimer Comedy Cup (2015), später das Rösrather Kabarett-Festival (2016) und kürzlich erst die Quatsch Comedy Club Talentschmiede (2016)

„Herr Schröder hat es geschafft, aus der eher klassischen Figur eines Lehrers etwas wildes Neues herauszuholen. Er ist der wildgewordene Bad Teacher, der alle ehemaligen Schüler on stage zur Rache aufruft. Und wer möchte sich nicht an seinen Lehrern rächen … insofern winkt ihm ein großes Publikum.“ (Thomas Hermanns)
Gerhard Polt & Wellbrüder
Es wird eine der immer selteneren Gastspiele sein, die man mit der absoluten Legende des bairischen Kabaretts erleben darf. Es wird ein unvergesslicher Abend werden mit Polt, dem grantigen Moralisten. Und mit den 3 Well-Brüdern, seinem Begleittrio. Wenn die Vier auf der großen Bühne stehen und kräftig poltern & blosn - das ist die absolute kabarettistische Steigerung!
Wahnsinn. Dort, wo Gerhard Polt und das bajuwarische Trio Michael und Christoph ("Stofferl") Well zusammen mit ihrem Bruder Karl ("Karli") auftreten, ist der Ausnahmezustand angesagt. Im Zusammenspiel von Gerhard Polt & den Wellbrüdern wird ein unterhaltsamer „Bairischer Abend“ der besonderen Art kreiert, fernab von weiß-blauer Weißwurstidylle und Bierseligkeit. Noch immer schafft es kein anderer deutscher Kabarettist, mit so leichter Hand eine dem echten Leben abgeguckte Bühnenfigur zur Demaskierung von bürgerlicher Pseudo-Idylle einzusetzen. Der Menschenkenner Polt bespiegelt die Abgründe des „Bayern an sich“, ohne ihn dem unreflektierten Gelächter des homo googleensis preiszugeben - hintergründig und scharfzüngig. Die Wellbrüder liefern den Soundtrack zum Panoptikum Bavaricum. Karli, Michael & Stofferl Well nehmen dabei in bewährter Biermösl-Tradition das politische Geschehen Bayerns und dem Rest der Welt aufs Korn. Unter Zuhilfenahme unzähliger Instrumente wird gespiegelt, ausgewrungen, geschuhplattelt, gejodelt und gestanzelt. Sie decken Heimatverbrechen aller Art auf und blasen denen „da oben“ gehörig den Marsch. Die Wells singen, tanzen, präsentieren den Riverdance, und der Karli zeigt, dass auch ein gwamperter Mann den Bauchtanz leichtfüßig beherrscht. Sie sind Tausendsassas, ohne dabei die „da unten“ zu verschonen. Gerhard Polt und die drei Wellbrüder machen jeden ihrer mittlerweile raren Auftritte zu einem Mordsgaudium für das Publikum und für sich selbst. Weil, bis man schaut, ist die Maß ausgetrunken, der Radi gegessen, die Geschichte erzählt, der Jodler vorbei und der ganze Tanz zu Ende! Fürs Publikum orakelt der Gerhard jetzt schon frei nach Karl Valentin: "Hoffentlich wird es nicht so schlimm, wie es schon ist”.
Hagen Rether
Hagen Rether - LIEBE

Die Welt wird täglich ungerechter, das Geflecht aus politischen und wirtschaftlichen Abhängigkeiten immer dichter: Vor diesem Hintergrund lässt Hagen Rether Strippenzieher, Strohmänner und Sündenböcke aufziehen. Den so genannten gesellschaftlichen Konsens stellt er vom Kopf auf die Füße und die Systemfragen gleich im Paket: Von der Religions„freiheit“ über das Wirtschaftswachstum bis zur staatlichen „Lizenz zum Töten“ kommt alles auf den Tisch. Doch die Verantwortung tragen nicht „die Mächtigen“ allein – wir, ihre mehr oder weniger willigen Kollaborateure, müssen uns wohl am eigenen Schopf aus unserer Komfortzone ziehen, um nicht in den Abgrund zu stürzen, den wir gemeinsam geschaufelt haben.

Der wahrhaft unbequeme Kabarettist entlarvt so manchen Volkszorn samt seiner auf „Die da oben“ zielenden Empörungsrhetorik als Untertanentum – den Unwillen, unsere eigenen, fatalen Gewohnheiten zu überwinden. Kabarett verändert nichts? Rethers ebenso komisches wie schmerzhaftes, bis zu dreieinhalbstündiges Programm infiziert das Publikum mit gleich zwei gefährlichen Viren: der Unzufriedenheit mit einfachen Erklärungen und der Erkenntnis, dass wir alle die Kraft zur Veränderung haben.

LIEBE, so der seit Jahren konstante Titel des ständig mutierenden Programms, kommt darin nicht vor, zumindest nicht in Form von Herzen, die zueinander finden – und romantisch kommt allenfalls einmal die Musik des vielseitigen Pianisten daher. Was aber in seinem fulminanten Plädoyer für das Mitgefühl sichtbar wird, ist die Menschenliebe eines Kabarettisten, der an Aufklärung und an die Möglichkeit zur Umkehr noch am Abgrund glaubt.
Dietmar Wischmeyer: Vorspeise zum jüngsten Gericht
Die Insassen des hiesigen Wohlstands-Archipels suhlen sich in ihrer Furcht vor der ungewissen Zukunft. Digitalisierung, Industrie 4.0., Migration und Globalisierung werden vorwiegend als Verlust wahrgenommen. Es zählen nicht die Chancen, sondern Askese und Verzicht werden zur Staatsreligion: nicht mehr rauchen, weniger saufen, kein Fleisch, kein Weizen, kein Atom, keine Kohle, keine Dieselautos, kein Garnichts mehr. Eine Gesellschaft tut Buße, um der endgültigen Bestrafung doch noch zu entgehen. Stilvolles Verwelken vor der Zukunft ist das Credo der satten Gespenster am Ende der Gegenwart. Doch was tatsächlich geschieht, ist Selbstverwirklichung als Volkskrankheit. Dietmar Wischmeyer lässt die Saturierten und Gestrandeten auf dem alten Seelenverkäufer „Deutschland“ noch einmal zu Wort kommen. Die Art, wie wir heute leben, war schon gestern vorbei, doch morgen werden auch wir es merken.

Was wird das für ein Gefühl sein, wenn einem der Pflegeroboter einen Blasenkatheter durch den Harnleiter schiebt? Ist in Zukunft die Erotik eine App auf dem Smartphone? Bringt uns Lieferando dann den Fertigfraß aus okkulten Schmurgelküchen und Sterberando räumt im Herbst den toten Opa ab? Sieht so unsere Zukunft aus? Unternehmer, Turbo-Landwirte, Pastorinnen, Rentner, Praktikanten, Politiker, Aktivistinnen ... der ganz normale Bestand an Insassen dieser Republik erzählt in Wischmeyers Worten vom Verschwinden seiner gewohnten Lebenswelt. Dietmar Wischmeyer zeichnet in seinem neuen Programm „Vorspeise zum Jüngsten Gericht“ ein Sittenbild der Gegenwart als wohligen Grusel vor dem, was kommt.
Wohin mit Mutti? Es wird eng - Kabarett-Theater Distel Berlin
Die Kanzlerin muss untertauchen. Aus Sicherheitsgründen. Ganz geheim. Aber wohin? Auf die Couch von Familie Riethmüller! Denn sie ist die unauffälligste Familie Deutschlands. Weltgewandt wie ein westfälischer Dorfschützenverein, sparsam wie eine schwäbische Hausfrau und noch durchschnittlicher als Familie Mustermann.

Aber kann das gut gehen? Wird sich die Kanzlerin am Putzplan beteiligen? Schleust sie Putin heimlich durch die Katzenklappe, um den Ukrainekonfl ikt zu lösen? Immerhin hat Mutti erst einmal Ruhe. Erdogan schickt keinen Ziegenkäse und Donald Trump weiß nicht, wo er sein Freundschaftsbuch hinterlegen soll.

Wenn da nur nicht ständig die deutsche Politprominenz stören würde: Hofreiter fragt heimlich nach Muttis Haarpflegetipps, prompt taucht dann auch noch von der Leyen auf.

Und da ist noch Georg, der Bruder von Frau Riethmüller, der illegal zur Untermiete wohnt und keinesfalls entdeckt werden darf…

Pointiert, politisch, komödiantisch, aber garantiert ohne Liebhaber im Schrank.

"Ein satirischer Sommerhit. Brüllend komisch. Ein großartiger Abend." Berliner Morgenpost

"Erfrischend. Herrlich. Schöne Leichtigkeit. Feingeschliffener Wortwitz. Man kann sich an diesem Abend schlapp lachen." rbb Kulturradio Oliver Kranz

"Reizvoll, witzig. Zum gefeierten Höhepunkt entwickelt sich der Auftritt des 'Grünen Ritters' Anton Hofreiter, der mit dem Song vom 'Goldenen Reiter' der Haschkeks-halluzinierenden Merkel erscheint ..."

Berliner Zeitung

Auf der Bühne: Timo Doleys, Caroline Lux, Stefan Martin Müller

An den Instrumenten: Falk Breitkreuz (kl, sax, fl, dr, voc), Til Ritter (p, key, voc)

Buch: Jens Neutag, Duo Onkel Fisch
Nach einer Idee von: Timo Doleys
Regie: Dominik Paetzholdt
Musikalische Einrichtung und Komposition: Til Ritter
Ausstattung: Hannah Hamburger
Choreografie: Regina Weber
Maske: Nicole Förster