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Laith Al-Deen – Vita

Laith Al-Deen kam über Umwege zum Schmusepop, für den er heute steht. 1972 geboren, wuchs der Sohn einer iranisch-deutschen Familie in den USA und Mannheim auf. Schon als Teenager machte er auf der Orgel seiner Eltern erste musikalische Gehversuche, mit 17 Jahren spielte er Gitarre in einer Heavy Metal Band. Dennoch dauerte es noch weitere zehn Jahre, bis er den Durchbruch schaffte. Er probierte sich in vielen Sparten aus: Klassischer Gesang, Jazz, Blues oder Funkrock. Musikalisch schlug er sich mit Coverbands und als Studiosänger durch, und obwohl er mehrere Instrumente beherrschte und viele Demo-Bänder einschickte, bekam er nur Absagen. Er versuchte sich auch in anderen Bereichen, begann ein Studium der Sozialwissenschaften und eine Ausbildung zum Röntgenassistenten.

 

Was lange währt, wird gut

Die Wende kam, als die Produzenten der Band Vega auf ihn aufmerksam wurden. Seine erste Single Bilder Von Dir mitsamt Musikvideo aus dem Jahr 2000 war so erfolgreich, dass kurz darauf das erste Album Ich Will Nur Wissen erschien. Schon 2001 wurde das Debütalbum neu ediert veröffentlicht und mit ihm die neue Single Noch Lange Nicht Genug mit einem dazugehörigen, aufwändig produzierten Musikvideo. Nach einer Tour mit PUR erschien sein zweites Album Melomanie mit der Hitsingle und dem Video Dein Lied.

 

Während das zweite Album ans Erste anknüpfte, ging Al-Deen mit Für Alle 2004 neue Wege. Der Erfolg gab ihm recht, das Album und die dazugehörigen Musikvideos stürmten in kürzester Zeit Platz Eins der Charts. Mit der Single Höher nahm er an der Vorentscheidung des Eurovision Song Contest teil.

 

Keine Schubladen

Mit den unterschiedlichsten Veröffentlichungen bietet Al-Deen seinen Fans immer wieder Neues. Neben dem Coveralbum Session (2009) und einem Livealbum (2004) wurde von dem Album Die Frage Wie (2005) eine Dualdisc mit Surround Sound und Videos veröffentlicht. Auch beim Best of Album von 2008 gibt es eine DVD mit Musikvideos von Laith Al-Deen dazu. Der Künstler lässt sich nicht gerne in Schubladen stecken. Davon zeugen nicht nur seine zahlreichen Videos von Livegigs, er unterstrich dies auch 2002 sehr deutlich, als er, nominiert für den Comet in der Kategorie Hip-Hop/R'n'B, diesen Preis ablehnte, da er für die „Anerkennung deutschsprachiger Popmusik“ kämpfe. Er wolle ein Zeichen setzen und seine Abneigung gegen die Übernahme amerikanischer Musikkategorien zum Ausdruck bringen.


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