Mabel - Tickets

Mabel Tickets
29. September 2017 - 29. September 2017
Mabel ist die Tochter der Musikerin Neneh Cherry sowie des Massive Attack-Produzenten und All Saints-Managers Cameron McVey – was ihr naturgemäß die perfekten Startbedingungen zu einer eigenen musikalischen Karriere bot. Doch anstatt dieses familiäre Netzwerk zu nutzen, stellte sie sich mit ihrer Musik auf eigene Füße; lange Zeit wussten nicht einmal ihre Eltern, dass sie überhaupt an eigenen Songs arbeitet. Seit sie im Sommer 2015 ihre Debütsingle „Know Me Better“ veröffentlichte, sind insbesondere die britischen Medien voll des Lobes. So befand etwa das Trendsetter-Magazin The Fader: „Mabel sieht ziemlich tough aus, aber ihre Musik ist so sanft und ruhig wie eine lange Winternacht", und der Guardian schrieb, dass Mabel „trotz ihrer hervorragenden Pop-Biz-Herkunft einen ganz eigenen Weg fand, ihre Musik strahlen zu lassen.“ Nach einer weiteren Vorabsingle, dem berührenden Herzschmerz-Song „Thinking of You“, erschien nun Ende Mai ihre erste EP mit dem Titel „Bedroom“, die einen beeindruckenden Vorgeschmack bietet auf das derzeit in Produktion befindliche Debütalbum, das im Herbst erscheinen soll.

Das Leben der heute 21-jährigen Mabel McVey bestand seit ihrer Geburt auf Malaga zu einem großen Teil aus Musik. Schon als Kind hörte sie immer wieder die Platten ihres Großvaters, des Jazz-Trompeters Don Cherry. Als sie vier Jahre alt war, nahm ihr Vater sie mit ins Studio, als er das Sugababes-Debüt „One Touch“ aufnahm – und tanzte wie wild durch den Regieraum. Sie begleitete ihre Mutter Neneh Cherry mehrmals auf Tournee und lebte stets umgeben von vielen Musikern. Trotzdem war es lange nicht geplant Musikerin zu werden. Stattdessen hatte das Nomadenleben der tourenden Familie negativen Einfluss auf ihre Psyche, was die Familie dazu veranlasste, vom hektischen London in das deutlich entspanntere Stockholm umzusiedeln, wo Mabel einen Großteil ihrer Kindheit und Jugend verbrachte und unter anderem das Klavierspielen erlernte.

Aus Ermangelung probater Alternativideen entschied sie sich dann aber doch für ein dreijähriges Studium der Musiktheorie und Produktionstechnik am renommierten Stockholmer Rytmus-Gymnasium. Was zu dem Zeitpunkt bis auf ein paar engste Freunde niemand wusste und was sie selbst vor ihren Eltern geheim hielt, war ihre intensive Arbeit an ersten eigenen Songs. Das Studium habe ihr neben vielen theoretischen Kenntnissen vor allem eine Einsicht gebracht, sagte sie später: „Dass ich in der Konformität, die dort gelehrt wurde, nicht arbeiten möchte. Ich will meinen ganz eigenen Sound finden, der nichts mit dem zu tun hat, was man gerade so macht.“

Wie ernst es ihr mit dieser Äußerung war, offenbarte sich vor zwei Jahren, als mit „Know Me Better“ überraschend ihre Debütsingle erschien. Die britischen Medien zeigten sich begeistert, der Song stieg bis auf die Spitzenposition der UK-Digitalcharts, die BBC wählte sie in der Folge auf die weltweit angesehene Liste „BBC Sound of 2016“. Mit den folgenden Tracks „My Boy My Town“ und „Thinking of You“ bewies Mabel nachhaltig, dass ihr ganz spezieller Sound zwischen dem R'n'B der Neunziger, dem Downbeat der Nuller-Jahre sowie einem besonderen Gespür für Soul-infizierte Pop-Hooks eine neue Marke in der britischen Musiklandschaft setzen konnte.

Gegenwärtig arbeitet Mabel, die unlängst eine komplette UK-Tournee im Vorprogramm von Years & Years absolvierte, mit Hochdruck an der Fertigstellung ihres Debütalbums, das noch in diesem Jahr erscheinen soll. Hierbei kollaboriert sie in London und New York mit zahlreichen profilierten Produzenten, darunter Kid Harpoon (Florence + The Machine, Jessie Ware) und Joel Pott (Shury, George Ezra). Es ist ein mit großer Spannung erwartetes Werk, umso mehr, als die Ende Mai erschienene erste EP „Bedroom“ einmal mehr den stilistischen Facettenreichtum ihres Songwritings belegt – sowie die Geburt einer großen Stimme, die uns sicher noch viele Jahrzehnte umschmeichelnd begleiten wird.

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