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Herbstkonzert
Stille und Umkehr


„Wie keine andere Kunstgattung ist die Musik dem Vergehen anheim gegeben, ja ausgeliefert; indem ein musikalisches Ereignis geschieht, sinkt es in die Vergangenheit und erweckt Erwartung auf das dem Vergehen Entgegenkommende: die Zukunft,“ schrieb der Komponist Bernd Alois Zimmermann, mit dessen letztem Orchesterwerk die Münchner Symphoniker in die Jubiläumssaison „10 Jahre KlassikBOX“ starten. Ein ebenso eindringliches wie faszinierendes Werk, dessen rhythmischer Kern ein Blues ist und das mit einem fahlen und verebbenden Klang durchaus auch nachdenkliche Töne anschlägt. Von großer Strahlkraft ist das Solokonzert des Saisonauftakts: Der 22-jährige Wiener Geiger Emmanuel Tjeknavorian, über „Der Standard“ schrieb, er habe in Beethovens Violinkonzert „jeden Ton wie eine Preziose“ präsentiert, gastiert in Kempten mit dem Violinkonzert von Johannes Brahms. Das ob seiner technischen wie musikalischen Schwierigkeiten ‚gefürchtete‘ Konzert entstand in zwei Sommern am Wörthersee und in ‚Teamarbeit‘ mit dem großen Geiger Joseph Joachim, der seinem Freund Brahms mit geigentechnischen Tipps riet. Diese fachliche Ratschläge konnten nicht verhindern, dass das Konzert als ‚unspielbar‘ galt, als ein Konzert gar, das nicht für sondern gegen die Solovioline komponiert sei. Die Zeit ist über dieses Fehlurteil hinweggegangen und das Brahms‘sche Violinkonzert ist eines der großartigsten seiner Art. Als sinfonisches Werk erklingt im zweiten Teil des Konzerts die „Unvollendete“ von Franz Schubert in einer ganz besonderen weil ‚vollendeten‘ Version. Aus Skizzen zu einem dritten Satz und aus zeitgleich entstandenen Kompositionen für einen vierten Satz erklingt Schuberts klassischste aller Sinfonien sozusagen in einer Was-wäre-wenn-Fassung.
Die Münchner Symphoniker werden in diesem ersten Konzert der neuen Saison wieder von ihrem Chefdirigenten Kevin John Edusei geleitet, der mit dem Herbstkonzert mit den Münchner Symphonikern“ startet. Edusei zählt zu den herausragenden Dirigenten der jüngeren Generation zählt. Mit Witz, Esprit und Leichtigkeit legt er außergewöhnliche Interpretationen von Barock bis Moderne vor. Seit Beginn der Saison 2014/15 sorgt Kevin John Edusei als viel beachteter Chefdirigent der Münchner Symphoniker für neue programmatische Zugänge zur Musik. Zudem ist er seit Beginn der Spielzeit 2015/16 Chefdirigent am Konzert Theater Bern.

Programm
Bernd Alois Zimmermann: Orchesterskizzen „Stille und Umkehr“
Johannes Brahms: Violinkonzert D-Dur op. 77
Franz Schubert: Sinfonie h-Moll, D 759 „Unvollendete“
(vervollständigte viersätzige Fassung von Mario Venzago)

Ausführende
Emmanuel Tjeknavorian | Violine
Münchner Symphoniker
Kevin John Edusei | Dirigent

Text: Dr. Kerstin Unseld
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