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Starsailor: Rückkehr der Britpop-Eleganz
Neues Studioalbum seit acht Jahren
„All This Life“ Anfang September erschienen

Im November drei Konzerte in Frankfurt, Hamburg & Berlin


Die fulminante Rückkehr der Melancholiker Starsailor dürfte zu den besten Meldungen dieses Jahres gehören für alle Fans eines romantischen Britpop. Ganze acht Jahre ließ sich die Band um Sänger, Gitarrist und Mastermind James Walsh Zeit für ein neues Album. Diese lange Pause war nur konsequent und äußerst fruchtbar, wie der Anfang September erschienene, fünfte Longplayer „All This Life“ eindrucksvoll unter Beweis stellt. Denn auf dieser Platte vernimmt man all die gefühlvollen, eleganten Merkmale, mit denen das Quartett aus Wigan zu Beginn des Jahrtausends zu einem der meistgefeierten Acts des Britpop aufstieg, kunstvoll verdichtet und ausgestattet mit der gelassenen Reife einer Formation, die sich und der Welt nichts mehr beweisen muss. „All This Life“ stieg sofort in die Top 30 der UK-Charts und wusste auch die Musikkritiker mit seiner souveränen Qualität zu überzeugen. Nun gehen Starsailor im Herbst auf Europa-Tournee, in deren Rahmen sie zwischen dem 4. und 6. November für drei Shows in Frankfurt, Hamburg und Berlin bei uns Station machen.

Streng genommen tauchten Starsailor zu keinem sonderlich günstigen Zeitpunkt im Britpop-Rampenlicht auf: Der große Hype rund um Formationen wie Blur, Oasis und Embrace war zum Jahrtausendwechsel etwas abgeebbt, die nächste Generation des Genres befand sich mit Coldplay und Travis erst im Aufbau. Auch die britische Musikjournaille hatte ihre Leidenschaft für gefühlvollen, emotionsgeladenen Indie-Pop eingetauscht gegen eine flächendeckende Begeisterung für den damals neuen, hitzigen Rock'n'Roll von Bands wie The Libertines oder Arctic Monkeys. Kurz: Die drei befreundeten Musik-Studenten James Walsh (Gesang, Gitarre), James Stelfox (Bass), Ben Byrne (Drums), die ein Jahr nach Bandgründung noch durch Keyboarder Barry Westhead komplettiert wurden, machten in den Augen vieler Fachleute zwar ausgezeichnet gefühlvolle und intime Musik, aber zum falschen Zeitpunkt – der Trend und Geschmack war weitergezogen. Dies zumindest bekam Walsh häufig zu hören; an seinem Wunsch, genau diese Musik zu machen, änderte das nichts.

Umso überraschter war die Band, als nach ihrem ersten Gig in London die Plattenfirmen förmlich Schlange standen: Es war der Beweis, dass sich kompositorische Qualität eben doch durchsetzt, ungeachtet des Zeitgeistes. Die Talentscouts sollten Recht behalten: Als Ende 2001 Starsailors Debütalbum „Love Is Here“ erschien, hatten sie mit „Fever“, „Good Souls“ und „Alcoholic“ bereits drei vorab ausgekoppelte Singles in den britischen Top 20 platziert. Nur folgerichtig kletterte das Album von Woche zu Woche höher in den Hitlisten und stieg letztlich bis auf Platz 2 in UK und in die Top 30 vieler europäischer Länder, darunter auch in Deutschland. Der emotionalen Magie und künstlerischen Aufrichtigkeit dieser geschickt mit Pathos und Dramatik spielenden Band konnte man sich einfach nicht entziehen.

So ging es auch zunächst weiter: Das zweite Album „Silence Is Easy“ stieg, obschon von einer überraschend positiven Euphorie beseelt, erneut bis auf den zweiten Platz der UK-Charts und manifestierte Starsailors Ruf als geschmeidige Gefühlspoeten in ganz Europa. Ausverkaufte Tourneen und eine ganze Reihe weiterer Hitsingles trieben die Band voran, mit „On the Outside“ folgte 2005 ein drittes Album, das sich intensiv mit der gehetzten Atemlosigkeit beschäftigte, den internationalen Ruhm begleitet. Nachdem das 2009 erschienene „All The Plans“ weder Kritiker noch Fans – und letztlich auch die Band selbst nicht – in der gleichen Weise überzeugen konnte wie die Vorgänger, verordnete James Walsh der Band eine Pause auf unbestimmte Zeit.

Viele Jahre gingen die Mitglieder ihre eigenen Wege und fanden erst 2015 wieder zusammen, anlässlich einer Tournee in Begleitung ihrer ersten Karriere-Werkschau mit dem Titel „Greatest Hits: Good Souls“. Die Konzerte gelangen dermaßen überwältigend und energetisch, dass man gemeinsam befand, die nun wieder gut gefüllten kreativen Ressourcen in ein neues Album münden zu lassen. Wie gut ihnen die Pause getan hat, belegt „All This Life“ nun aufs Schönste und Dringlichste. Starsailor sind in Bestform zurück, und mit ihnen die romantische Melancholie, gegossen in aufrichtige Lyrik.
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