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Tyga: Der „Goldjunge“ des US-Hip-Hop
Welttournee rund um sein fünftes Album „BitchImTheShit2“
Im Februar zwei Shows in Hamburg & Köln


Mit toughen Raps, einem hochkreativen Arbeitsethos sowie großem Talent, stets mit den passenden Partnern zu kollaborieren, ist der Kalifornier Tyga innerhalb weniger Jahre zum neuen „Goldjungen“ im US-Hip-Hop aufgestiegen. Und dies im sprichwörtlichen Sinne: Mit 14 Platin-, 6 goldenen und 3 silbernen Schallplatten wurde der 28-jährige Rapper und Musikproduzent bislang ausgezeichnet, drei seiner Soloalben schafften den Einstieg in die Top 10 der US-Billboard-Charts. Und auch im Rest der Welt gilt Tyga als der neue Star des Rap: So brachten es sieben seiner Singles in die deutschen Charts, in England notieren seine Singles regelmäßig in den Top 10.

Der 1989 geborene Michael Ray Nguyen-Stevenson kennt die Straße gut: Er stammt aus Compton, dem dank der Hip-Hop-Legenden N.W.A. wohl bekanntesten sozialen Brennpunkt in Los Angeles. In diesem Viertel hatte der Junge, der jamaikanische und vietnamesische Wurzeln hat, aufgrund seiner Abstammung kein leichtes Leben; mit ein Grund, warum seine Familie sich entschloss, in den Stadtteil Gardena umzusiedeln, als Michael elf Jahre alt war. Seine Faszination für den harten, kantigen Rap aus Compton war zu diesem Zeitpunkt aber bereits geweckt, und so begann er sich unter dem Namen Tyga zügig erste Freunde auf Open Mic-Nächten zu machen.

2007 veröffentlichte er sein erstes Mixtape – eine rap-spezifische besondere Form von Album, bei der fremde und eigene Tracks miteinander verwoben und häufig mit neuen Lead-Raps versehen werden. Viele Hip-Hop-Künstler nutzen dieses Format gern zum Ausprobieren neuer Facetten oder als Promotion für „richtige“ Künstleralben; für Tyga sind diese Mixtapes bis heute ein bedeutender Bestandteil seines Schaffens: Innerhalb von neun Jahren hat er 18 solcher Mixtapes veröffentlicht und die meisten davon gratis über die digitalen Kanäle verfügbar gemacht.

Mit seiner hohen Kunstfertigkeit in diesem speziellen Bereich stieß Tyga unmittelbar auf viel Interesse und Wohlwollen, weshalb bereits seine erste veröffentlichte Single – der 2008 erschienene Track „Coconut Juice“ – in die Top 100 der US-amerikanischen Billboard Charts einstieg. Das kurz darauf veröffentlichte Debütalbum „No Introduction“ brachte es auf erste Achtungserfolge. Der endgültige Durchbruch erfolgte mit dem zweiten Album „Careless World: Rise of the Last King“ (2012), beflügelt durch seinen ersten echten Chart-Smasher „Rack City“, einer Single, die ihm erstmals zu einem Einstieg in die US-Top 10 sowie in die Charts vieler weiterer Länder verhalf – darunter auch in Deutschland. Seither wurde bald jede Single-Auskopplung von ihm zu einem Hit: Allein in den USA notierten 20 seiner Singles unter den Top 100.

Mit seinem dritten Soloalbum „Hotel California“ (2013) manifestierte sich sein Erfolg, auch international: Es war sein erstes Album, das auch europaweit in die Charts kletterte. Dass sich diese Erfolge mit seinem vierten Soloalbum nicht in dieser Form fortsetzten, folgt nur einem Umstand: Nach Streitigkeiten mit seinem bisherigen Label veröffentlichte er „The Gold Album: 18th Dynasty“ gratis über Spotify, womit sich diese Platte einer offiziellen Charts-Bewertung entzog.

Neben seinen ausgesucht kantigen Rap-Skills verdankt er diese Erfolge auch seinem enorm guten Gespür für die jeweils passenden Kollaborationen: Für fast jeden neuen Track sucht er sich geeignete Partner, die sich wie ein 'Who Is Who' der Urban Music lesen – mit Künstlern wie Drake, Rick Ross, Young Thug, YG, Schoolboy Q, seinem Langzeit-Kollaborateur Lil Wayne oder Chris Brown, mit dem er sogar ein komplettes Kollaborations-Album unter dem Titel „Fan of a Fan: The Album“ (2015) aufnahm. Zuletzt arbeitete er immer häufiger mit Superstar Kanye West, der ihn für sein eigenes Label GOOD Music unter Vertrag nahm. Dort erschien nun im Juli sein aktuelles Album „BitchImTheShit2“, ein Sequel zu einem seiner Mixtapes, das mit Young Thug, Quavo, Chief Keef, Vince Staples, Ty Dolla $ign, Pusha T sowie Label-Boss Kanye West wieder eine große Breite aufregender Gäste bietet.

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Tyga – Vita

Der US-amerikanische Rapper Tyga wurde am 19. November 1989 unter dem bürgerlichen Namen Michael Ray Nguyen-Stevensen in Kalifornien geboren. Der Sohn jamaikanischer und vietnamesischer Einwanderer verbrachte seine Kindheit zunächst in Compton, dann in Gardena, wo er sich bereits in jungen Jahren für die Musik von Eminem, Lil Wayne und Fabolous begeisterte. Durch seinen Cousin, den Sänger Travie McCoy (Frontman der Band Gym Class Heroes), kam Tyga im Jahr 2007 erstmals mit dem Musikgeschäft in Berührung. Er nahm mehrere Mixtapes auf und erhielt kurz darauf seinen ersten Plattenvertrag bei Young Money Entertainment. Das Debütalbum mit dem Titel "No Introduction" folgte im Juni 2008 und kletterte in den USA auf Platz 112 der Albumcharts.

Zusammenarbeit mit anderen Künstlern

Tygas Debütalbum erregte die Aufmerksamkeit vieler erfolgreicher Produzenten und Musiker, fortan wollten unter anderem DJ Rockstar und Chris Brown mit dem jungen Musiker zusammenarbeiten. In den darauf folgenden Jahren veröffentlichte Tyga unter anderem folgende Singles, die gemeinsam mit anderen Künstlern entstanden: - "Far Away" (2011, feat. Chris Richardson) - "Faded" (2012, feat. Lil Wayne) - "Wait for a Minute" (2013, feat. Justin Bieber) - "Ayo" (2015, feat. Chris Brown).

Charterfolge

Nach seinem Debütalbum veröffentlichte Tyga drei weitere Studioalben. "Careless World: Rise of the Last King" (2012) erreichte in den USA Platz vier und in Großbritannien Platz 56 der Charts. "Hotel California", das im April 2013 erschien, war in den USA ebenfalls ein Top-Ten-Hit und kletterte in Großbritannien, Deutschland und der Schweiz in die Top 100. Zuletzt brachte Tyga "The Gold Album: 18th Dynasty" auf den Markt.

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